So hält man Hunde in Hamburg: Wissenswertes rund um hanseatische Vierbeiner

Hunde in Hamburg in – einer Großstadt – zu halten ist immer eine Herausforderung für Mensch und Tier. Umso mehr, da in vielen Bundesländern und Kommunen unterschiedliche Regeln gelten.

Mehr als 40.000 Menschen halten Hunde in Hamburg

Die offiziellen Zahlen der Statistik besagen, dass bereits 2016 rund 42.000 steuerpflichtige Hundehalter in der Hansestadt registriert waren. Nur wenig später ergab die Antwort des Senats auf eine Frage des Bürgerschafts-, Abgeordneten Dennis Thering (CDU) vom September 2018, dass die Zahl der geführten Steuerkonten auf bereits 49.054 gestiegen ist.

Das Hunderegister weist jedes Jahr verschiedenste Statistiken aus. Neben Beißvorfällen werden dort unter anderem auch die Orte und beteiligten Hunderassen festgehalten. Interessant ist für alle Halter, die Hunde halten möchten oder dies bereits tun, die Statistik über die Ordnungswidrigkeiten.

Der weitaus größte Teil der im Zusammenhang mit der Hundehaltung in Hamburg verfolgten Ordnungswidrigkeiten entfällt demnach mit 64 Fällen auf Anzeige- oder Mitteilungspflichten. 38-mal wurden Verstöße bezüglich des Haltens, Führens oder Beaufsichtigens von Hunden geahndet. Genauso oft waren Fehler bei der Anleinpflicht Grund zur Beanstandung.

Die Statistik erfasst aber selbstverständlich nur die registrierten Vorfälle und Verstöße, die von den Behörden offiziell wahrgenommen werden. Die Dunkelziffer ist entsprechend hoch und gerade bei der Anleinpflicht gibt es immer wieder Missverständnisse oder auch vorsätzliche Verstöße, die teuer werden können.

Das Hundegesetz der Hansestadt besagt, dass im gesamten Stadtgebiet eine Anleinpflicht gilt. Außerdem müssen alle Hunde von ihren Besitzern mit Mikrochips gekennzeichnet werden und über eine Haftpflichtversicherung abgesichert sein.

Das Hundegesetz der Hansestadt besagt, dass im gesamten Stadtgebiet eine Anleinpflicht gilt. Außerdem müssen alle Hunde von ihren Besitzern mit Mikrochips gekennzeichnet werden und über eine Haftpflichtversicherung abgesichert sein.(#01)

Hunde müssen in der Hansestadt generell angeleint werden

Das Hundegesetz der Hansestadt besagt, dass im gesamten Stadtgebiet eine Anleinpflicht gilt. Außerdem müssen alle Hunde von ihren Besitzern mit Mikrochips gekennzeichnet werden und über eine Haftpflichtversicherung abgesichert sein. Auch die Anmeldung im Hunderegister ist logischerweise obligatorisch.

Wer sich nun mit dem Gedanken trägt, Rüde oder Hündin ins Haus zu holen, muss sich also einige Fragen stellen:

  • Kann ich das Tier artgerecht in einer Stadtwohnung halten?
  • Kann ich mir die Tierarztkosten leisten?
  • Kann ich die Hundesteuer und Haftpflichtversicherung bezahlen?
  • Welche Hunderasse passt zu meinen Lebensumständen?
  • Kann ich genügend Zeit aufwenden?
  • Wo bekommt das Tier genügend Auslauf auf Grünflächen?

Diese Fragen stehen beispielhaft für eine Reihe von Dingen, die man im Zusammenhang mit der Hundehaltung bedenken muss. Auch Menschen, die vielleicht früher bereits Tiere gehalten haben oder mitsamt vorhandenem Hund nach Hamburg ziehen, müssen sich über die Neuerungen der Gesetze informieren. Es gilt: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht und das Tierwohl muss ebenfalls in Betracht gezogen werden.

Die Vermittlung von Hunden in der Hansestadt kann sowohl über private Züchter als auch über Tierschutzverein bzw. Tierheim erfolgen. Abzuraten ist davon, Welpen bei nicht registrierten Züchtern zu kaufen, die in der Regel nicht seriös sind. Solche unseriösen Züchter verfügen oft nicht über die geforderten Papiere, verkaufen ungeimpfte Welpen oder können die Herkunft nicht nachweisen.

So mancher „Fachmann“ kann Rüde von Hündin nicht unterscheiden. Besser ist es, bei renommierten Züchtern oder im Tierheim nach einem vierbeinigen Kameraden zu schauen, was dem Tierschutz wesentlich mehr dient als die Geschäftemacherei unseriöser Zeitgenossen.

Tiere aus seriösen Quellen sind immer mit nachvollziehbaren Daten ausgestattet. Insbesondere der Hamburger Tierschutzverein ist dankbar für alle Interessenten, sucht aber bei der Vermittlung natürlich nur geeignete Hundehalter aus, die ihrer Verantwortung auch gerecht werden können.

Um die allgemeine Gefährdung durch sogenannte gefährliche Hunde in Hamburg zu reduzieren, wurden die Hundesteuersätze für bestimmte Rassen drastisch nach oben gesetzt.

Um die allgemeine Gefährdung durch sogenannte gefährliche Hunde in Hamburg zu reduzieren, wurden die Hundesteuersätze für bestimmte Rassen drastisch nach oben gesetzt.(#02)

Sogenannte gefährliche Hunderassen kosten in Hamburg mehr Steuer

Um die allgemeine Gefährdung durch sogenannte gefährliche Hunde in Hamburg zu reduzieren, wurden die Hundesteuersätze für bestimmte Rassen drastisch nach oben gesetzt. Während für „normale“ Hunderassen pro Jahr und Tier 90 Euro berechnet werden, fallen für die als gefährlich eingestuften Tiere ganze 600 Euro an.

Zu diesen Rassen rechnet man laut Hamburger Hundegesetz folgende Tiere:

  • Pitbull-Terrier
  • American-Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Bullterrier

Außerdem gibt es Hunderassen, die nach einem erfolgreichen Wesenstest vom erhöhten Steuersatz freigestellt werden können:

  • Bullmastiff
  • Dogo Argentino
  • Dogue de Bordeaux
  • Fila Brasilero
  • Kangal
  • Kaukasischer Owtscharka
  • Mastiff
  • Mastin Espanol
  • Mastino Napoletano
  • Rottweiler

Es ist müßig, an dieser Stelle über den Sinn und Unsinn solcher Listen zu diskutieren, da sie in der Hansestadt nun einmal eine Tatsache sind. Tiere dieser Rassen sollten also in keinem Falle vor den Behörden versteckt werden, denn Verstöße gegen die Meldepflicht oder gar Steuerhinterziehung werden entsprechend verfolgt.

Das Hamburger Hundegesetz enthält eine Reihe von Auflagen und Vorschriften, an die sich Tierbesitzer zu halten haben.

Wer seinen Hund ohne Leine im Park herumtoben lassen möchte, kann nicht einfach nach Belieben vorgehen, sondern muss sogenannte Freilaufflächen nutzen.

Wer seinen Hund ohne Leine im Park herumtoben lassen möchte, kann nicht einfach nach Belieben vorgehen, sondern muss sogenannte Freilaufflächen nutzen.(#03)

Wo kann man Hunde in Hamburg frei toben lassen?

Wer seinen Hund ohne Leine im Park herumtoben lassen möchte, kann nicht einfach nach Belieben vorgehen, sondern muss sogenannte Freilaufflächen nutzen. Auf diese verweisen die Hamburger Behörden generell, wenn Verstöße gegen die Anleinpflicht von Hundebesitzern mit einem Mangel an Auslaufflächen begründet werden. Und tatsächlich gibt es eine Vielzahl an entsprechenden Hundewiesen und Freilaufflächen, auf denen man den Hund spielen und toben lassen kann.

Es gibt sie in allen Stadtteilen und sie haben unterschiedliche Vorzüge und Nachteile, die man je nach Hunderasse und Wohnort am besten selbst erkundet. Vom Alsenpark in Altona Nord über die Alsterwiese in Harvesthude und den Gossler Park in Blankenese bis hin zum Wittenberger Ufer in Rissen gibt es schöne Ecken, wo sich Tier und Halter gleichermaßen wohlfühlen dürfen.

Weitere Auskünfte erteilen übrigens auch gerne die Mitglieder von Tierschutzverein und Tierheim, die sich dem Tierschutz besonders verschrieben haben – denn auch der ausreichende Freilauf gehört zur artgerechten Haltung dazu.

Jedem vernünftigen Hundebesitzer ist der Tierschutz ein generelles Anliegen. Leider gibt es auch immer wieder Menschen, die mit ihren Tieren überfordert sind oder sie fahrlässig (manchmal sogar vorsätzlich) schlecht behandeln.

Jedem vernünftigen Hundebesitzer ist der Tierschutz ein generelles Anliegen. Leider gibt es auch immer wieder Menschen, die mit ihren Tieren überfordert sind oder sie fahrlässig (manchmal sogar vorsätzlich) schlecht behandeln.(#04)

Wo kann man in Hamburg melden, wenn Hunde misshandelt werden?

Jedem vernünftigen Hundebesitzer ist der Tierschutz ein generelles Anliegen. Leider gibt es auch immer wieder Menschen, die mit ihren Tieren überfordert sind oder sie fahrlässig (manchmal sogar vorsätzlich) schlecht behandeln.

Solche armen Tiere landen in Hamburg oft im Tierheim. Öfter bleiben solche Fälle jedoch unentdeckt, weil niemand sich zuständig fühlt, die Behörden zu informieren.  im Zusammenhang mit Hunden ist in Hamburg der Hundekontrolldienst des Bezirksamts Hamburg-Mitte.

Nicht zuständig ist dieser Kontrolldienst bei Gefahrensituationen, in denen die Polizei verständigt werden sollte. Ansonsten hilft man beim Hundekontrolldienst gerne bei allen oben genannten Problemen weiter und beantwortet Fragen in diesem Zusammenhang.

Darüber hinaus nehmen natürlich auch der Tierschutzverein und andere Organisationen, die sich dem Tierschutz verpflichtet haben, entsprechende Meldungen entgegen, um sie an die zuständigen Stellen weiterzuleiten. Besser ist es, einen Vorfall zu viel zu melden als sowohl Menschen wie Tiere einer fortgesetzten Gefahr auszusetzen.

Als besonderen Service bietet die Stadtreinigung Hamburg den Hundehaltern eine kostenlose Versorgung mit Gassibeuteln an, die entweder gegen Rückporto und Rückumschlag per Post angefordert oder in Filialen bestimmter Drogeriemärkte abgeholt werden können.

Als besonderen Service bietet die Stadtreinigung Hamburg den Hundehaltern eine kostenlose Versorgung mit Gassibeuteln an, die entweder gegen Rückporto und Rückumschlag per Post angefordert oder in Filialen bestimmter Drogeriemärkte abgeholt werden können.(#05)

Kostenlose Gassibeutel für Hunde in Hamburg

Dass man die Hinterlassenschaften seines Hundes beseitigen sollte, ist insbesondere in der Großstadt eigentlich eine Frage des sozialen Miteinanders. Die Akzeptanz in der Bevölkerung gegenüber Hundehaltern steht und fällt mit dem Aufkommen an Hundekot auf dem Gehweg, um es vereinfacht auszudrücken. Außerdem ist es eine Ordnungswidrigkeit, den Kot seines Vierbeiners nicht zu entfernen.

Am einfachsten geht das mit eigens dafür geschaffenen Plastikbeuteln, die auch als Gassibeutel bekannt sind. Als besonderen Service bietet die Stadtreinigung Hamburg den Hundehaltern eine kostenlose Versorgung mit Gassibeuteln an, die entweder gegen Rückporto und Rückumschlag per Post angefordert oder in Filialen bestimmter Drogeriemärkte abgeholt werden können. Darüber hinaus halten sämtliche Recyclinghöfe sowie Mitarbeiter der Gehwegreinigung immer kostenlose Beutel bereit.

Video: Tierärztlicher Notdienst Hamburg Tel 01719984976 www.mobile-tierarzt-Hamburg.de

Tierärztliche Notfallversorgung für Hunde in Hamburg

Nicht immer ist die persönliche Tierarztpraxis geöffnet. Nachts oder am Wochenende werden Tiere aber ebenso krank wie ihre menschlichen Halter. Hinzu kommen Unfälle oder andere Situationen, in denen schnelle Hilfe geboten ist.

Die Hamburger Tierärzte haben daher einen Notdienst für Hunde und andere Tiere eingerichtet, der in Notfällen greift. Hier erfährt man sofort, welche Tierarztpraxis aktuell Dienst hat. Die Telefonnummer für solche Notfälle sollten sich alle Hundehalter am besten im Handy abspeichern.

Sie lautet: 040 – 43 43 79. Dort läuft eine Ansage mit der aktuell diensthabenden Praxis. Es empfiehlt sich, Papier und Stift vorzuhalten, um mitschreiben zu können. Man kann sich darüber hinaus auch direkt an eine der Hamburger Tierkliniken wenden, die rund um die Uhr besetzt sind.

Dazu zählen unter anderem:

  • Hamburger Tierspital
  • Tierklinik im Alstertal
  • Tierklinik Lademannbogen

Zu beachten ist übrigens, dass Leistungen aller Tierärzte kostenpflichtig sind. Es gibt jedoch auch für Hunde entsprechende Krankenversicherungen, die man rechtzeitig abschließen sollte – denn wenn der Krankheitsfall erst eingetreten ist, leistet natürlich keine Versicherung im Nachhinein.

Hunde in Hamburg, die regelmäßig bestimmte Medikamente benötigen, kann man übrigens mittlerweile auch gut über Online-Versandhändler versorgen. So entfallen regelmäßige und zeitaufwändige Tierarztbesuche, die nur zum Abholen von Medikamenten dienen.

Während es für Menschen mittlerweile seit mehreren Jahren viele Online-Apotheken gibt, ist die zuverlässige und seriöse Online-Versorgung mit Medikamenten für Hunde noch relativ neu.

Bestimmte Tierarzneimittel lassen sich bei normalen Apotheken (also auch Versandapotheken) besorgen. Darüber hinaus gibt es spezialisierte Tier-Arzneimittel-Versandhändler, die man problemlos im Internet findet.

Obwohl nicht jede Großstadt besonders gut für die Hundehaltung geeignet ist, ist Hamburg für Hunde durchaus ein schönes Zuhause.

Obwohl nicht jede Großstadt besonders gut für die Hundehaltung geeignet ist, ist Hamburg für Hunde durchaus ein schönes Zuhause.(#06)

Fazit: Hunde lassen sich in Hamburg eigentlich gut halten

Obwohl nicht jede Großstadt besonders gut für die Hundehaltung geeignet ist, ist Hamburg für Hunde durchaus ein schönes Zuhause. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der angehende Hundehalter sich vorher über alle Anforderungen, Pflichten und Kosten informiert, die eine verantwortungsvolle Haltung von Tieren mit sich bringt.

Das Hundegesetz ist in der Freien und Hansestadt besonders streng und sieht entsprechende Strafen für Verstöße vor. Registrierung des Tiers und korrekte Entrichtung der Steuern sind dabei nur der Anfang, denn auch die Anleinpficht und die Pflicht zur Beseitigung von Kot gehören dazu.

Insbesondere die sogenannten gefährlichen Hunderassen kosten deutlich mehr Steuern. Aber die Stadt tut auch einiges für Hundehalter. So gibt es eine problemlose Versorgung mit kostenlosen Gassibeuteln und viele Freiflächen, auf denen man in den verschiedenen Stadtteilen seinen vierbeinigen Freund laufen lassen kann.

Die beiden Tierheime der Stadt helfen übrigens gerne bei der Vermittlung, wenn man sich für Hunde interessiert – oder auch einen abgeben muss, weil die Haltung nicht länger möglich ist. Unbedingt absehen sollte man vom Kauf von Welpen aus unseriösen Quellen, egal, wie niedlich Rüde oder Hündin auch sein mögen.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Daniel Brachlow _-#01: Lapa Smile -#02:  Sanit Fuangnakhon -#03: _Oscity-#04:  Celiafoto-#05: Dejan Dundjerski-#06: Holger Kirk

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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