Immunsystem stärken mit Ernährung: Maßnahmen für bessere Abwehrkräfte

Mit der richtigen Ernährung kann man sein Immunsystem stärken. Einige Lebensmittel enthalten besonders viele Vitalstoffe und dürfen in dem gesundheitsfördernden Speiseplan nicht fehlen.

So wird das Immunsystem verbessert

Als Schutz gegen Erkältungen und andere Krankheiten hat die gesundheitsbewusste Ernährung eine große Bedeutung. Tatsächlich können gesunde Lebensmittel helfen, die Einnahme von Medikamenten zu reduzieren. Wer sich vernünftig ernährt und genügend Vitamine und andere gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe zu sich nimmt, der schützt sich damit vor ansteckenden Erkrankungen. Wenn die körpereigenen Abwehrkräfte die nötige Stärkung bekommen, ist man weniger anfällig, selbst wenn es draußen kalt und feucht ist und alle Kollegen einen Schnupfen haben.

Ein Blick auf die diversen Mittel gegen Erkältungen verunsichert viele Menschen. Ist es vielleicht besser, schon früh vorzusorgen, damit man gar nicht erst krank wird? Wie sieht es mit Vitaminpillen und stärkenden Drinks aus – und hilft vielleicht eine Grippeschutzimpfung?

Die besten Maßnahmen für die Stärkung des Abwehrsystems beinhalten eine bewusste Lebensweise. Wer sich ausreichend bewegt, viel an der frischen Luft ist und nährstoffreich isst, der hat meistens ein relativ starkes Immunsystem. Wer sich jedoch gedankenlos ernährt, hin und wieder eine Vitamintablette einwirft und beim ersten Schnupfen zum harten Medikament greift, der tut seiner Gesundheit damit nichts Gutes.

Mit der richtigen Ernährung kann man sein Immunsystem stärken. Einige Lebensmittel enthalten besonders viele Vitalstoffe und dürfen in dem gesundheitsfördernden Speiseplan nicht fehlen. (#01)

Mit der richtigen Ernährung kann man sein Immunsystem stärken. Einige Lebensmittel enthalten besonders viele Vitalstoffe und dürfen in dem gesundheitsfördernden Speiseplan nicht fehlen. (#01)

Wie nützlich sind spezielle Grippemittel?

Impfungen und Medikamente sind nicht der richtige Weg, um die Abwehrkräfte zu stabilisieren. Auch wer eine Grippeimpfung durchführen lässt, kann eine böse Erkältung bekommen. Eine solche Impfung hat zwar einen Einfluss auf das Immunsystem, doch sie dient nicht seiner Stärkung.

Die Arzneimittel gegen Grippe und Erkältung dienen oft nur dazu, die Symptome zu mindern, sodass man weniger Beschwerden hat:

  • Der Hustenreiz wird gestoppt,
  • das Fieber sinkt,
  • Kopfschmerzen werden gelindert,
  • die Nase wird wieder frei.

Die eigentliche Ursache lässt sich mit den Medikamenten meistens nicht beheben. Stattdessen muss man immer mit gewissen Nebenwirkungen rechnen. Diese sind für das eigene Immunsystem jedoch eher eine Belastung.

Wie sich der Organismus gegen eine ungesunde Lebensweise wehrt

Wenn die Medikamente wenig helfen, wie geht man dann am besten vor, um sich vor einem grippalen Infekt oder ähnlichen Erkrankungen zu schützen? Studien belegen, dass eine gesunde Lebensweise und eine bewusste Ernährung tatsächlich das körpereigene Abwehrsystem stärken.

Fast Food, ständige Hektik, wenig Aktivität, diese Faktoren belasten den Organismus, sodass ein Infekt fast schon vorprogrammiert ist. In diesem Fall kann der Körper die Erkältung dazu nutzen, zu entgiften. Die Krankheit kann also als eine Art Warnsignal angesehen werden, gleichzeitig sorgt sie dafür, dass der Organismus die benötigte Ruhe bekommt.

Tee, viel Bettruhe, milde Kost: Der Körper wird während der Erkältung entgiftet. In der Regenerationsphase sollte man sich unbedingt genügend Zeit geben, um wieder auf die Beine zu kommen und den Organismus zu stärken. Danach lohnt es sich, die Lebensgewohnheiten zu überdenken und seine Ernährung sowie die Aktivitäten etwas bewusster zu planen. Wenn sich weniger Giftstoffe im Körper ansammeln, verbessert sich automatisch die Gesundheit und man senkt damit das Risiko, erneut zu erkranken.

Tee, viel Bettruhe, milde Kost: Der Körper wird während der Erkältung entgiftet. In der Regenerationsphase sollte man sich unbedingt genügend Zeit geben, um wieder auf die Beine zu kommen und den Organismus zu stärken. (#02)

Tee, viel Bettruhe, milde Kost: Der Körper wird während der Erkältung entgiftet. In der Regenerationsphase sollte man sich unbedingt genügend Zeit geben, um wieder auf die Beine zu kommen und den Organismus zu stärken. (#02)

Durch die richtige Ernährung die Abwehrkräfte stärken

Es ist immer gut zu wissen, welche Vitalstoffe das Immunsystem positiv beeinflussen. Einige Vitalstoffe sind für ihre stärkende Wirkung besonders bekannt. Das gilt vor allem für Vitamin C. Es hilft den weißen Blutkörperchen dabei, die Abwehrreaktionen des Körpers effektiver zu unterstützen.

Vitamin C ist in vielen Lebensmitteln enthalten, zudem gibt es Präparate zur Nahrungsergänzung. Diese sollte man aber nicht als Ersatz für Äpfel und Zitrusfrüchte zu sich nehmen, denn die natürlichen Produkte sind immer die bessere Wahl. Die Kombination aus bewusster Ernährung und den entsprechenden Zusatzmitteln kann in Stressphasen sehr sinnvoll sein, um sich gegen die Viren zu stärken.

  • Selen ist ein Spurenelement, das beispielsweise in Bio-Gemüse, Nüssen und Steinpilzen enthalten ist. Es hilft ebenfalls bei der Stärkung des Immunsystems.
  • Bei Zink handelt es sich ebenfalls um ein Spurenelement, das als Antioxidans funktioniert und die Körperzellen vor freien Radikalen schützt.
  • Beta-Glucan erhält man üblicherweise nur als Nahrungsergänzungsmittel. Es soll die Immunzellen aktivieren und beim Kampf gegen die Bakterien, Viren und anderen schädlichen Einflüsse stärken.

Mit Gemüse das Immunsystem stärken

Gemüse in allen Farben ist zusammen mit einer ausgewogenen Ernährung immer eine gute Waffe gegen Viren. Möhren, Kohl, Brokkoli und viele andere Gemüsesorten sorgen für bessere Abwehrkräfte. Sie enthalten viele Vitalstoffe sowie Beta-Carotin. Vor allem die Gemüsesorten in Rot, Orange, Gelb und Tiefgrün sind für ihre positive Wirkung bekannt. Wenn die weißen Blutkörperchen durch den Verzehr von Gemüse stärker angeregt werden, lassen sich Infektionen leichter vermeiden.

Grünkohl gilt als besonders nährstoffreich. Er hält nicht nur die Krankheitserreger fern, sondern kann sogar den Kampf gegen Krebszellen gewinnen. Dafür sind neben den großen Mengen an Beta-Carotin das Vitamin C, Kalzium und sekundäre Pflanzenstoffe verantwortlich.
Ebenso wie Kohlgemüse beinhaltet auch Brokkoli das Antioxidans Sulforaphan, das den Körper gegen Arthritis und Krebserkrankungen schützt. Es lohnt sich also, auf eine vitaminreiche Ernährung zu achten.

Die Empfehlung, einen Apfel täglich zu essen, hat Tradition. Die Ernährung kann die Abwehrkräfte tatsächlich stärken. (#03)

Die Empfehlung, einen Apfel täglich zu essen, hat Tradition. Die Ernährung kann die Abwehrkräfte tatsächlich stärken. (#03)

Obst und andere Helfer für das Immunsystem

Die Empfehlung, einen Apfel täglich zu essen, hat Tradition. Die Ernährung kann die Abwehrkräfte tatsächlich stärken. Doch in der heutigen Zeit braucht man etwas mehr Vitamine, um sich vor allem in der Erkältungszeit gegen Ansteckung zu wappnen.

Besonders empfehlenswert sind die folgenden Früchte:

  • Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen und Grapefruit,
  • Bananen,
  • schwarze Johannisbeeren, Heidel- und Brombeeren,
  • Guaven,
  • dunkle Weintrauben.

Auch Nüsse und Mandeln gelten als zuverlässige Lieferanten von Vitalstoffen. Süße Mandeln konnten in Untersuchungen besondere Erfolge vorweisen: Sie reduzieren den Cholesterinwert und haben eine stärkende Wirkung auf die Darmflora. Ähnlich wie Präbiotika stärken sie das Immunsystem vom Darm aus. Die Präbiotika sorgen für eine Anhäufung von Mikroorganismen, die schädliche Einflüsse effektiv bekämpfen.

Gewürze und Heilpflanzen für die Ernährung verwenden

Bestimmte Gewürze haben einen positiven Effekt auf die Gesundheit. Teilweise handelt es sich dabei um scharfe Gewürze wie Ingwer und Cayennepfeffer, andere wie Zimt und Oregano sind etwas milder. Wer seine Speisen gut würzt, der gibt seinem Körper mehr Kraft. Viele dieser Gewürze eignen sich für die Zubereitung von Tee, der nicht erst dann schmeckt, wenn die Erkältung angefangen hat. Teilweise werden die nützlichen Gewürze in Form von Kapseln angeboten.

Die folgenden Heilpflanzen haben einen guten Ruf als Erkältungshemmer:

  • Echinacea,
  • Taigawurzel,
  • Ginseng und Suma.

Teilweise helfen diese Heilpflanzen nicht nur dabei, das Immunsystem zu stärken, sondern sie können auch im Rahmen der Regeneration verwendet werden. Das gilt vor allem für den Brasilianischen Ginseng, auch Suma genannt.

Bei Tragant handelt es sich um eine asiatische Pflanze mit Heilkraft. Man verwendet vorwiegend die Wurzel, seltener auch das Pflanzenkraut. Der mineralstoffreiche Tragant bekämpft die Viren, indem er die körpereigene Interferon-Produktion anregt. Er hilft sogar gegen das Wachstum von Krebszellen.

Bestimmte Gewürze haben einen positiven Effekt auf die Gesundheit. Teilweise handelt es sich dabei um scharfe Gewürze wie Ingwer und Cayennepfeffer, andere wie Zimt und Oregano sind etwas milder. (#04)

Bestimmte Gewürze haben einen positiven Effekt auf die Gesundheit. Teilweise handelt es sich dabei um scharfe Gewürze wie Ingwer und Cayennepfeffer, andere wie Zimt und Oregano sind etwas milder. (#04)

Aloe Vera: Ein vielseitiges Heilmittel

Bei Aloe Vera handelt es sich um eine vielfältig anwendbare Heilpflanze aus Wüstenregionen. Sie kommt in der Hautpflege zum Einsatz, bei Heilmitteln sowie bei Produkten für die innerliche Einnahme. Aloe Vera regt die Ausscheidung von Giftstoffen an: Perfekt, um die Abwehrkräfte durch eine gesundheitsbewusste Ernährung zu stärken.

Besonders interessant ist die Substanz Acemannan, die sich in Aloe Vera befindet. Hierbei handelt es sich um einen Stoff, der bis zum Alter der Pubertät vom menschlichen Körper produziert wird. Danach muss man ihn über die Nahrung aufnehmen. Durch Acemannan werden die Abwehrkräfte in den einzelnen Körperzellen gestärkt. Diese körpereigene Abwehr hilft dabei, sich gegen schädliche Viren, Bakterien und Parasiten zu wehren.

Pilze und anderen Substanzen als Immun-Verstärker

Vor allem in Asien werden schon seit langer Zeit medizinisch wirksame Pilze verwendet, um die Abwehrkräfte zu stabilisieren. Der Reishi-Pilz gehört zu den Klassikern. Er enthält eine besondere Art von Zuckermolekülen, die in ihrer Struktur den Molekülen der Bakterien ähneln. Die Reishi-Zuckermoleküle sind allerdings harmlos für den menschlichen Organismus. So können sie das Immunsystem trainieren und auf den Ernstfall vorbereiten.

Bei Mumijo handelt es sich um eine dunkle, harzförmige Substanz, die man unter anderem im Himalaya findet. Das Mumijo-Pulver erhält man in Kapseln. In Russland kennt man dieses Heilmittel schon seit mehreren Jahrhunderten. Es hilft vor allem gegen Verdauungsbeschwerden und ist für das eng mit dem Magen-Darm-Trakt verbundene Immunsystem entsprechend hilfreich. Bei der regelmäßigen Einnahme vom Mumijo ist man also gut gegen verschiedene Arten von Infekten geschützt. Durch die starke Wirkkraft erfolgt die Heilung sehr schnell. Das gilt nicht nur für Atemwegs- oder Harnwegsinfekte, sondern auch für Knochenbrüche.

Die Vitalstoffe gezielt dosieren

Das menschliche Immunsystem kann empfindlich reagieren, außerdem verträgt nicht jeder die verschiedenen Gemüsesorten, Heilpflanzen und Nahrungsergänzungsmittel. Zu viele fremde Reize könnten den Organismus womöglich überfordern.

Darum sollte man es mit der Einnahme der unterstützenden Heilmittel nicht übertreiben. Sinnvoller ist es, sich auf einige wenige Produkte zu konzentrieren und das Immunsystem ansonsten durch Ernährung zu stärken. Eine Kombination aus Ingwertee, Suma und Aloe Vera sollte ausreichen, wenn man zusätzlich den Speiseplan mit Obst und Gemüse anreichert. So ist man mit den nötigen Abwehrkräften gut auf die Erkältungs- und Ansteckungszeit vorbereitet.


Bildnachweis:©Titelbild-Shutterstock: wavebreakmedia- #01: Laboko -#02:  monticello-  #03: Simone Voigt  -#04: masik0553

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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