Krustenbraten: Rezepte für Backofen und Römertopf

Wer wird bei dem Duft von leckerem Krustenbraten nicht in die Tage der Kindheit zurückversetzt, als Großmutter für die ganze Familie kochte?

Deftige Gerichte sind wieder auf dem Vormarsch und mit ihnen auch der herzhafte Schweinebraten mit der leckeren Kruste. Die folgenden Rezepte sich super einfach zum Nachkochen – probieren Sie es einfach aus!

Fleisch: Qualität und die richtige Menge

Damit der Braten auch gut gelingt, sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, dass das Fleisch von guter Qualität ist. Es empfiehlt sich daher, den Braten beim Metzger des Vertrauens zu kaufen. Ob Sie dabei auf Bioqualität setzen oder Fleisch aus konventioneller Haltung verarbeiten wollen, hängt dabei von den persönlichen Vorlieben ab. Fakt ist: Fleisch aus heimischen Gefilden wurde unter speziellen deutschen Qualitätsstandards produziert und hat keinen langen Transportweg hinter sich.

Viele Hobbyköche stehen zudem oft vor der Frage, wie viel Gramm Fleisch für eine leckere Mahlzeit eigentlich benötigt werden. Dies ist zum einen davon anhängig, ob das Fleisch mit Knochen serviert wird, wie beispielsweise bei einem T-Bone Steak und zum anderen, wie viel Hunger die Gäste haben.

Da der Krustenbraten ohne Knochen serviert wird, ist ein Richtwert von 150-210 Gramm rohes Fleisch pro Person empfehlenswert. Gute Esser schaffen sicherlich mehr, wohingegen bei zaghaften Essern mit weniger Fleisch gerechnet werden muss. Vertrauen Sie beim Einkaufen auf Ihr Gefühl und besorgen Sie im Zweifelsfall lieber mehr Fleisch – ein Krustenbraten schmeckt auch aufgewärmt absolut köstlich.

Traditioneller Krustenbraten nach Großmutters Art

Was den Krustenbraten so besonders macht, ist – wie der Name schon sagt – seine leckere Kruste. Damit diese richtig gut gelingt, sollte die Schwarte des Bratens kreuzweise eingeschnitten werden. Achten Sie darauf, wirklich nur die Schwarte zu ritzen und nicht bis ins Fleisch zu schneiden, denn sonst könnte das Fleisch beim Garen austrocknen.

Für den Krustenbraten nach Großmutters Art benötigen Sie:

– 1 Stück Bratenfleisch vom Schwein (Schulter)
– Salz für die Lake
– Eine feuerfeste Auflaufform
– Eventuell Suppengemüse

Im ersten Schritt sollte das Fleisch gewaschen und die Kruste eingeschnitten werden, wenn der Metzger dies noch nicht erledigt hat. Geben Sie dann den Braten in eine feuerfeste Auflaufform. Wer später für die Soße noch ein besonderes Extra haben möchte, kann geschnittenes Suppengemüse und Wurzelwerk mit in den Bräter geben.
Der Braten sollte dann im vorgeheizten Backofen etwa 60 Minuten lang bei 150 Grad Umluft gegart werden.
Damit die Kruste des Bratens besonders knusprig wird, kommt ein Trick zum Einsatz: Stellen Sie, während der Krustenbraten im Ofen ist, eine Salzlake her. Mit dieser wird die Kruste nach der Garzeit bestrichen.

Für die Salzlake lösen Sie etwa 25 Gramm Salz in warmem Wasser auf. Damit das Mischungsverhältnis stimmt, sollten Sie 25 Gramm des weißen Goldes auf etwa 75 Milliliter Wasser geben.

Nehmen Sie nach 60 Minuten Garzeit den Braten aus dem Ofen und erhöhen Sie zunächst die Temperatur des Ofens auf die Maximaltemperatur von rund 250 Grad. Anschließend kann die Kruste mit der Salzlake eingestrichen werden. Geben Sie den Krustenbraten zurück in den Ofen und wiederholen Sie die Prozedur mindestens noch einmal. Auf diese Weise wird die Kruste extrem knusprig und schmackhaft – einfach lecker!

Video: Krustenbraten

 

Krustenbraten aus dem Römertopf

Der Schweinebraten schmeckt auch aus dem Römertopf besonders gut. Für den geschmacksintensiven Krustenbraten aus dem Römertopf benötigen Sie folgende Zutaten:

– Schweinefleisch mit Schwarte
– 1 Zwiebel
– 3 Zehen Knoblauch
– Pfeffer
– Salz

Bei dieser Variante des Krustenbratens wird das Fleisch bereits vor dem Garen gewürzt. Waschen Sie zunächst den Braten und schneiden Sie bei Bedarf die Schwarte ein. Danach wird das Schweinefleisch mit Salz und Pfeffer eingerieben und in einer Alufolie eine bis zwei Stunden im Kühlschrank aufbewahrt. Auf diese Weise wird das Fleisch mariniert.

Schälen und Schneiden Sie die Zwiebel in Viertel. Auch der Knoblauch sollte geschält und für ein besonders intensives Geschmackserlebnis zerkleinert werden. Geben Sie das Fleisch in den Römertopf und gießen Sie das Ganze mit etwas Wasser auf. Anschließend kann der Braten bei 200 Grad Umluft für etwa zwei Stunden im Backofen garen.

So wird der Krustenbraten besonders lecker: Die Soße macht’s

Ob Sie sich nun für die Variante der Salzlake entscheiden oder die Schweineschulter vor dem Garen marinieren – damit das Geschmackserlebnis stimmt, sollte sowohl die Soße als auch die Beilagen auf das leckere Gericht abgestimmt sein.

Eine besonders köstliche Soße für das Fleisch lässt sich aus dem ausgekochten Bratensaft und dem Wurzelwerk herstellen. Je nach Wunsch können Sie entweder das mitgekochte Suppengemüse separieren oder zusammen mit dem Bratensaft pürieren und so eine außergewöhnlich reichhaltige Soße herstellen.

Zum Andicken des Bratensafts können Sie entweder zu Soßenbinder oder Mehlschwitze aus dem Handel greifen. Ganz einfach lässt sich die Soße aber auch mit einem Esslöffel Mehl, der gut in einer halben Tasse Wasser verrührt wurde, andicken. Achten Sie jedoch darauf, dass sich beim Rühren keine Klümpchen bilden.

Krustenbraten: Das schmeckt lecker dazu

Krustenbraten: Das schmeckt lecker dazu

Die passenden Beilagen für den Krustenbraten

Hier gilt: Erlaubt ist, was gut schmeckt. Zum Krustenbraten passen sowohl Spätzle als auch Kartoffelpüree oder traditionelle Klöße. Gerne wird die gegarte Schweineschulter ebenfalls mit leckerem Kartoffelsalat serviert – der Fantasie sind beim Kochen keine Grenzen gesetzt.

Als passendes Gemüse eignet sich entweder Sauerkraut oder Wirsing. Rotkohl hingegen passt eher zu Rindfleisch. Wer jedoch nicht auf Rotkohl bzw. Blaukraut verzichten mag, der kann natürlich seinen Krustenbraten auch mit diesem Gemüse aufpeppen.

Da Krustenbraten ein schweres Essen ist, sollten Sie darauf achten, das leckere Gericht nicht unbedingt im Sommer bei allzu hohen Temperaturen zu servieren. Vor allem in der kalten Jahreszeit oder bei Regenwetter ist ein Krustenbraten ein schmackhaftes Essen, das schnell und einfach selbst gekocht werden kann.


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Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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