Wie lange ist Tee haltbar? Wie lange schmeckt Tee?

Wer regelmäßig einen neuen Tee probieren möchte, hat irgendwann ein voll ausgestattetes Teeregal. Aber wie lange ist Tee denn haltbar? Kann Tee überhaupt schlecht werden? Oder büßt er nur Aroma ein? Und welche Besonderheiten gilt es bei Früchtetees zu beachten? Wir haben die Antworten.

Tees erfreuen sich seit Jahren immer größerer Beliebtheit. Was lange als langweilige Alternative der Bio-Mütter verschrien war, ist heute richtig hip. Vor allem Leute, die auf eine gesunde Ernährung wert legen, meiden überzuckerte Limonaden und die tägliche Koffeindröhnung in Form von Kannen voller Kaffee und greifen lieber zu Wasser und Tee. Mittlerweile hat sogar die Kapselindustrie Tee für sich entdeckt und bietet diesen, wie seit Jahren schon Kaffee, in aromaversiegelten Aluminium-Kapseln an. Wem die aber zu viel Müll produzieren und gleichzeitig noch zu teuer sind, der greift weiter zum klassischen Teebeutel und den abgepackten Tees, die direkt in der Kanne aufgebrüht werden. Aber wie steht es um die Haltbarkeit dieser Tees?

Haltbarkeit von Tee – Eine Übersicht

Bei der Haltbarkeit von Tee muss zunächst zwischen den verschiedenen Varianten unterschieden werden. Das sind auf der einen Seite Tees, die aus Blättern gewonnen werden. Dazu zählen unter anderem Schwarzer und Grüner, Weißer und Gelber Tee auf der einen Seite. Auf der anderen Seite finden sich Früchtetees, die hauptsächlich aus getrockneten Früchten zusammengestellt worden sind.

Wie lange sind Tees haltbar?

Grundsätzlich gilt für beide: Sowohl Blätter- als auch Früchtetees sind generell unbegrenzt haltbar. Auf die richtige Lagerung kommt es an. Dazu später mehr. Allerdings sagt die Haltbarkeit der Tees nichts darüber aus, ob sie tatsächlich noch schmecken, denn das Aroma leidet bei allen Teesorten schon nach relativ kurzer Zeit. Aber auch hier gilt: Mit einer optimalen Lagerung kann dem Verlust des Aromas und so auch dem Genuss entgegen gewirkt werden.

Grüner Tee stammt wie viele andere Teesorten auch aus dem ostasiatischen Raum. (#01)

Grüner Tee stammt wie viele andere Teesorten auch aus dem ostasiatischen Raum. (#01)

Haltbarkeit von Grünem Tee

Grüner Tee stammt wie viele andere Teesorten auch aus dem ostasiatischen Raum. Er wird – wie auch der Schwarze Tee – aus der Teepflanze gewonnen, unterscheidet sich in seiner Herstellung allerdings, so dass Grüner Tee herber ist als Schwarzer.

Wie lange ist Tee nach dem Ablaufdatum haltbar?

Was seine Haltbarkeit angeht, so finden sich auf den Packungen in der Regel Mindesthaltbarkeitsdaten von drei Jahren ab der Abpackung. Allerdings gilt, dass das eben nur ein Mindesthaltbarkeitsdatum ist und keineswegs ein Verfallsdatum. Dieser Irrglaube kursiert ja immer noch unter Verbrauchern. Für Grünen Tee gilt, dass dieser im Grunde unbegrenzt haltbar ist, wenn er richtig gelagert ist.

Wie lange ist Grüner Tee haltbar?

Allerdings verliert Grüner Tee bereits nach knapp drei Monaten ab der Ernte ein wenig von seinem Aroma. Und je länger die Zeit fortschreitet, desto weiter schwindet der Geschmack. Als Faustregel lässt sich so sagen, dass Grüner Tee nicht länger als 12 bis 18 Monate aufgehoben werden sollte, da er anschließend einfach nicht mehr schmeckt. Vor allem regelmäßige Genießer werden die Unterschiede zwischen einem frisch geernteten und getrockneten Tee gegenüber einem abgestandenen Tee schnell merken.

 

Bei der Haltbarkeit von Schwarzem Tee verhält es sich wie mit dem Grünen Tee. So ist auch Schwarzer Tee problemlos längerfristig haltbar, wenn er gut gelagert wird. (#02)

Bei der Haltbarkeit von Schwarzem Tee verhält es sich wie mit dem Grünen Tee. So ist auch Schwarzer Tee problemlos längerfristig haltbar, wenn er gut gelagert wird. (#02)

Grüner Tee ist auch drei Jahre haltbar

Angst braucht man allerdings keine haben: Von Grünem Tee, der auch länger als drei Jahre gelagert ist, geht keine Gefahr aus, solange er nicht Feuchtigkeit ausgesetzt war. Dann können sich im Tee Schimmelsporen bilden und dann wird er auch ungenießbar.

Haltbarkeit von Schwarzem Tee

Bei der Haltbarkeit von Schwarzem Tee verhält es sich wie mit dem Grünen Tee. So ist auch Schwarzer Tee problemlos längerfristig haltbar, wenn er gut gelagert wird. Geschmacklich muss man allerdings schon nach kurzer Zeit mit Einbußen leben.

Haltbarkeit von Früchtetee

Wieder etwas anderes gilt für Früchtetee. Grundsätzlich ist der genauso lang haltbar, wie Grüner, Schwarzer und andere Blättertees. Allerdings gibt es bei Früchtetees eine Besonderheit, auf die es zu achten gilt und weswegen solche Tees schneller verbraucht werden sollten.

In den reifen Früchten können sich Larven des Apfelspinners eingenistet haben. Das ist bei der Ernte nicht ersichtlich und so kann es im schlimmsten Fall – die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering – passieren, dass die Larven schlüpfen, sich in Raupen verwandeln, aus denen später Fruchtmotten schlüpfen. Das kann auch erst Jahre nach dem Kauf des Tees passieren und ist abhängig von der Wärme, bei der der Tee gelagert ist. Daher empfiehlt es sich, Früchtetees in einem Zeitraum von etwa drei Monaten zu verbrauchen. So hat man auch am meisten vom Geschmack.

 

Wieder etwas anderes gilt für Früchtetee. Grundsätzlich ist der genauso lang haltbar, wie Grüner, Schwarzer und andere Blättertees.. (#03)

Wieder etwas anderes gilt für Früchtetee. Grundsätzlich ist der genauso lang haltbar, wie Grüner, Schwarzer und andere Blättertees.. (#03)

Haltbarkeit anderer Teesorten

Es gibt auch Teesorten, die nicht so empfindlich sind und die weniger schnell von ihrem Aroma einbüßen als die genannten Sorten. Dazu zählen unter anderem der südafrikanische Rooibos- sowie Gelber und Weißer Tee. Auch bei diesen Sorten gibt es bei guter Lagerung keine Einschränkungen in der Haltbarkeit und auch nach knapp zwei Jahren liefern sie noch Geschmack.

Unterschied in der Haltbarkeit von losem Tee und Beuteltee

Unterscheidet sich die Haltbarkeit von losem Tee und einem Teebeutel? Nein, denn auch hier gilt, dass die Lagerung entscheidend ist. Die Frage, welche Brühvariante ein Mehr an Geschmack aus dem Tee herausholt, soll hier nicht beantwortet werden. Ob loser Tee oder Beuteltee ist fast schon eine Art Glaubensfrage und für den normalen Teetrinker wohl eher weniger von Bedeutung. Wobei bei der Zelebrierung der Beuteltee wahrscheinlich den Kürzeren ziehen wird.

Haltbarkeit von Tee – Auf die Lagerung kommt es an

Wie schon ein paar Mal angesprochen ist für die Haltbarkeit von Tee, sei es Grüner oder Schwarzer Tee, Lapacho oder Matcha Tee, Früchte- oder Kräutertee, entscheidend wie er gelagert wird. Zunächst gilt: Feuchtigkeit und Sauerstoff sind pures Gift für Tee. Beides quittiert er nicht nur mit einer Beeinträchtigung des Geschmacks. Auch die Haltbarkeit von Tee wird so arg eingeschränkt und in einem solchen Umfeld wird Tee auch mal schnell ungenießbar.

 

Unterscheidet sich die Haltbarkeit von losem Tee und einem Teebeutel? Nein, denn auch hier gilt, dass die Lagerung entscheidend ist. (#04)

Unterscheidet sich die Haltbarkeit von losem Tee und einem Teebeutel? Nein, denn auch hier gilt, dass die Lagerung entscheidend ist. (#04)

Trockene, kühle Dunkelheit – So wird Tee haltbar

Tee möchte in erster Linie kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Am besten fest verschlossen in einer Teedose oder einem Glasbehälter hinten im Schrank. So bleibt Tee am längsten haltbar. Gegen den Verlust von Aroma schützt das aber nur bedingt. Es gilt: Je dichter verpackt, desto besser behält Tee seinen Geschmack.

Aufpassen sollte man auch, wenn man mehrere Tees nebeneinander lagert. Stark duftende Gewürze und Früchte können das Aroma beeinträchtigen. Denn getrockneter Tee nimmt Aromen und Düfte aus der unmittelbaren Umgebung auf, so dass der Geschmack verfälscht wird. Auch Reinigungsmittel in der Nähe sind absolut tabu. Aber auf diese Idee kommt hoffentlich sowieso niemand…

Haltbarkeit von aufgewärmtem Tee

Beim kalten Tee verhält es sich wie beim kalten Kaffee. Aufgewärmt schmeckt einfach nicht. Der Haltbarkeit steht es zwar nicht entgegen, wenn Tee nach dem Abkühlen noch einmal aufgewärmt wird. Natürlich aber in begrenztem Rahmen. Ein nach Tagen aufgewärmter, schonmal gekochter Tee ist sicher weder lecker noch genießbar, weswegen man besser die Finger davon lässt und sich eine neue Kanne zubereitet.

Anders sieht es mit schon einmal aufgebrühten Teeblättern aus. Schwarzer und Grüner Tee können beispielsweise öfter aufgebrüht werden, wobei sie schon beim zweiten Mal kein volles Geschmackserlebnis mehr bieten können. Der Tee sollte dabei etwas länger gebrüht werden, allerdings auch nicht zu lang. Übung macht hier den Meister.

Fazit

Mit der Haltbarkeit von Tee ist es so eine Sache. Im Grunde ist er bei guter Lagerung unbegrenzt haltbar und auch genießbar. Beim Geschmack und beim Aroma muss man allerdings schon nach wenigen Monaten, selbst wenn der Tee kühl, dunkel und vor allem trocken gelagert wurde, mit Einbußen leben. Für das volle Geschmackserlebnis empfiehlt sich Zuhause also eher eine kleine Auswahl statt einer übermäßig großen.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild: KMNPhoto-#01: dasuwan -#02: ExQuisine -#03:rdnzl -#04: natashamam35

 

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Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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