Importmenge Kaffee 2024 um 14,1 Prozent 1,25 Millionen gewachsen

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Die Menge an importiertem Kaffee erreichte 2024 mit 1,25 Millionen Tonnen einen Höchststand seit mehreren Jahren, was einer Zunahme von 14,1 Prozent im Vergleich zu 2023 entspricht. Brasilien lieferte mit 516 000 Tonnen den größten Anteil, gefolgt von Vietnam, das 16,2 Prozent beisteuerte. Kleinere Zulieferer wie Honduras, Kolumbien und mehrere afrikanische Staaten rundeten das Lieferportfolio ab und decken damit die anhaltende Nachfrage deutscher Verbraucher. Preisdruck entsteht weiterhin trotz großem Angebot.

Nahrungsmittelpreise stiegen im gleichen Zeitraum um 31,4 Prozent an

Die Preisstatistik des Statistischen Bundesamts weist für Bohnenkaffee im Einzelhandel im April 2025 einen Zuwachs der Verbraucherpreise um 12,2 Prozent gegenüber April 2024 aus. Parallel dazu erhöhten sich Nahrungsmittelpreise um 2,8 Prozent, während das gesamte Verbraucherpreisniveau um 2,1 Prozent stieg. Über den Zeitraum von April 2021 bis April 2025 betrug die Preisentwicklung bei Bohnenkaffee 31,2 Prozent, nahezu parallel zur allgemeinen Nahrungsmittelteuerung (+31,4 Prozent) und stärker als die Gesamtinflation (+18,8 Prozent).

Importpreise für afrikanischen Rohkaffee im April 23,2 Prozent gestiegen

Mit einem fulminanten Plus von 53,1 Prozent im April 2025 markierten die internationalen Einfuhrpreise für grünen Kaffee eine neue Rekordhöhe. Der Preissprung aus Amerika war mit 61,8 Prozent am stärksten ausgeprägt, während Asien und übrige Exportländer um 43,8 Prozent und Afrika um 23,2 Prozent nachzogen. Auch gerösteter und entkoffeinierter Kaffee verteuerte sich um 35,8 Prozent binnen Jahresfrist. Seit April 2021 hat der Rohkaffee-Index einen kumulierten Zuwachs von 147,4 Prozent erreicht.

Starker Preisauftrieb bei Kaffeeerzeugern: Röstbohnenpreise klettern um 40 Prozent

Die aktuelle Auswertung zeigt, dass Röstkaffeehersteller im April 2025 gegenüber April 2024 erhebliche Preiserhöhungen melden: 43,3 Prozent mehr für nicht entkoffeinierten und 45,2 Prozent mehr für entkoffeinierten Röstkaffee. Im Vergleich von April 2021 bis April 2025 resultierten Preissteigerungen von 86,1 Prozent bzw. 78,7 Prozent. Diese Entwicklung trifft Kaffeeregionen und Händler weltweit und verstärkt Debatten über Kosten, Nachhaltigkeit und fairen Handel entlang der gesamten Produktionskette mit langfristigen Folgen für Preisstabilität signifikant.

Kaffeeeinfuhren erreichen 1,25 Millionen Tonnen 2024 trotz deutlichem Preisanstieg

Die Bilanz des Jahres 2024 weist einen Kaffeeimport von 1,25 Millionen Tonnen aus, was einem Anstieg um 14,1 Prozent gegenüber 2023 (1,09 Millionen Tonnen) entspricht. Betrachtet man den Zeitraum ab 2015, so ist das Importvolumen von 1,16 Millionen Tonnen kontinuierlich auf 1,25 Millionen Tonnen gewachsen. Dieser Zuwachs von 7,9 Prozent reflektiert die beständige Erhöhung der Nachfrage und unterstreicht Deutschlands Bedeutung im internationalen Kaffeehandel. Solche Trends beeinflussen Preisentwicklung und Handelsdynamiken langfristig.

Uganda, Italien und Peru liefern rund vier Prozent Kaffeeimporte

Im Jahr 2024 lieferte Brasilien mit 516.000 Tonnen die größte Menge Kaffee nach Deutschland und erreichte einen Marktanteil von 41,4 Prozent. Vietnam folgte mit 202.000 Tonnen und 16,2 Prozent, während Honduras mit 68.000 Tonnen (5,5 Prozent) und Kolumbien mit 53.000 Tonnen (4,3 Prozent) weitere bedeutende Beiträge leisteten. Kleinere Liefermengen von jeweils rund vier Prozent wurden von Uganda, Italien und Peru exportiert. Diese Verteilung unterstreicht etablierte Lieferbeziehungen und globale wesentliche Anbaukompetenzen.

Kaffeeimporte verzeichnen deutlichen Zuwachs trotz massivem Preisdruck und Wetterkapriolen

Nach Auswertung der Daten des Statistischen Bundesamts sind klimabedingte Ernteausfälle und extreme Wetterereignisse in den Anbauregionen entscheidende Faktoren für knapperes Rohkaffeangebot. In Kombination mit deutlichen Steigerungen der Import- und Röstkosten ergeben sich spürbare Belastungen beim Endpreis. Und obwohl Angebote für Spitzenbohnen damit weniger erschwinglich werden, profitiert der Verbraucher weiterhin von einem breiten Mix aus Herkunftsvarianten. Geschmackliche Vielfalt und hohe Qualität in der täglichen Tasse bleiben somit sichergestellt. ohne Abstriche. Jederzeit.

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