Bei kühlen Temperaturen trafen sich am 14. März Rosenliebhaber im Kreislehrgarten Monheim zum praxisorientierten Schnittkurs des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege Donauwörth. Unter fachlicher Leitung von Charly Rembold wurden Techniken vorgestellt, um Bodendecker-, Strauch- und Kletterrosen effektiv zu verjüngen. Ergänzend wurden Tipps zur Steigerung der Blütenfülle und zur optimalen Nährstoffversorgung nach dem Schnitt vermittelt. Eine abschließende Gartenführung bot weiterführende Beispiele und spezifische Hinweise zur Vorbeugung gegen häufige Pilzkrankheiten und Schädlinge.
Jährlicher starker Rückschnitt steigert Knospenbildung und erhält Kronenvolumen dauerhaft
Charly Rembold demonstrierte eine Schnitttechnik für niedrige Rosenbestände, die auf radikaler Verjüngung basiert. Er erläuterte, wie das Entfernen alter Seitentriebe dicht über dem Boden die Pflanze zwingt, aus altem Holz neue Triebe zu bilden. Dieser radikale Schnitt im zeitigen Frühjahr regt intensive Austriebe an und erhält gleichzeitig das natürliche Kronenvolumen. Durch die konsequente Rückschnittmethode gewinnen Rosen mehr Vitalität, eine höhere Blütenzahl und verbessern ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen und Frosthärte stärkt.
Gezielte Auslichtung: Kürzen älterer Rosen-Triebe für gesunden, luftigen Wuchs
Ein gezielter Rückschnitt älterer Triebe stärkt Strauch- und Kletterrosen nachhaltig. Rembold empfiehlt, ein bis zwei der ältesten Triebe auf circa zwanzig Zentimeter zu reduzieren, um die Bildung neuer Triebe anzuregen. Dieser Verjüngungs- und Auslichtungsschnitt verbessert die Belüftung, verringert Feuchtigkeitsansammlungen und minimiert dadurch Befallsrisiken. Gleichzeitig werden Kräfte im Wurzelbereich verstärkt gebunden, was wiederum eine wirkungsvollere Nährstoffaufnahme ermöglicht und das Wachstum gesunder Rosen fördert. Dieser Eingriff fördert dichte Blüten ohne erhöhten Pflegeaufwand.
Ausgewogene Nährstoffversorgung nach Rückschnitt fördert wesentlich Blattentwicklung und Frosthärte
In einem nahegelegenen Privatgarten bei Monheim setzten die Kursteilnehmer das Gelernte in die Tat um. Charly Rembold demonstrierte, wie sich gezielter Rückschnitt und danach abgestimmte Düngung ergänzen: Unmittelbar nach dem Schnitt zugeführte Nährstoffe fördern die Regeneration der Wurzeln, optimieren die Blattentfaltung und erhöhen die Widerstandskraft gegenüber Frost. Diese kombinierte Vorgehensweise schafft eine ideale Grundlage für reiches Wachstum, gesunde Blütenbildung sowie stabilen Bestand, langfristige Vitalität und dauerhafte Widerstandskraft der Rosen.
Im strukturierten Rosenschnittkurs des Kreisverbands Donauwörth werden Teilnehmer systematisch in Rückschnittmethoden für bodennahe, strauchartige und kletternde Rosen eingewiesen. Anhand praxisbezogener Beispiele erläutern Fachreferenten das Entfernen alter Triebe, das Anlegen von Neutriebzonen und die optimale Schnittzeit. Die ergänzenden Düngestrategien werden im Lehr- und Privatgarten demonstriert, um Synergien zwischen organischen und mineralischen Nährstoffen zu erklären. Dadurch entstehen gesunde, luftige Rosengehölze mit höherer Blühintensität, geringerem Krankheitsrisiko, verbesserter Wasserspeicherung im Boden und stabilem Wurzelwachstum.

