Wie viel Strom spart ein Stecker-Solarset im Alltag?

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Immer mehr Haushalte, die ihre monatlichen Ausgaben verringern und einen Teil ihres Strombedarfs selbst decken möchten, setzen mittlerweile auf kleine Solaranlagen für den Balkon oder die Terrasse, um auf diese Weise eigenen Strom zu erzeugen und die laufenden Kosten spürbar zu senken. Doch welchen Nutzen bringt ein solches System für den eigenen Haushalt wirklich mit sich? Herstellerangaben und tatsächlicher Ertrag weichen oft stark ab. Wer über die Anschaffung einer solchen Anlage nachdenkt, sollte die realen Einsparungen sachlich und ohne Illusionen einschätzen. Denn erst dann, wenn die tatsächliche Erzeugung des Stroms und der zeitgleiche Eigenverbrauch im Haushalt gut aufeinander abgestimmt sind und wirklich zusammenpassen, entsteht am Ende auch ein deutlich spürbarer finanzieller Vorteil, der sich unmittelbar auf der monatlichen Stromrechnung bemerkbar macht.

Realistische Stromersparnis von Stecker-Solargeräten

Ein typisches System mit zwei Modulen erzeugt in Deutschland je nach Region und Ausrichtung zwischen 400 und 700 Kilowattstunden pro Jahr. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von rund 35 Cent pro Kilowattstunde bedeutet das eine mögliche Einsparung von 140 bis 245 Euro jährlich. Voraussetzung ist allerdings, dass der erzeugte Strom auch tatsächlich im Haushalt verbraucht wird, während die Module Energie liefern. Für den Einstieg eignet sich ein Balkonkraftwerk Komplettset, das Module, Wechselrichter und den passenden Anschlussstecker in einem Paket vereint und die Installation deutlich vereinfacht.

Faktoren, die den tatsächlichen Ertrag bestimmen

Nicht jedes System liefert am Ende die gleiche Menge Strom, denn abhängig von den örtlichen Gegebenheiten, der technischen Ausstattung und den jeweiligen Umständen können die tatsächlich erzeugten Strommengen, die in der eigenen Steckdose ankommen, erheblich voneinander abweichen und unterschiedlich hoch ausfallen. Verschiedene Rahmenbedingungen entscheiden darüber, wie viel am Ende wirklich in der eigenen Steckdose ankommt. Die folgenden Punkte beeinflussen den Ertrag deiner Anlage besonders stark.

  1. Ausrichtung: Südmodule bringen Höchsterträge, Ost-West verteilt die Erzeugung über den Tag.
  2. Neigungswinkel: 30 bis 35 Grad gelten hierzulande als besonders ergiebig.
  3. Verschattung: Bäume, Gebäude oder Dachvorsprünge mindern den Ertrag stark.
  4. Standort: Süddeutsche Regionen bieten mehr Sonnenstunden als der Norden.
  5. Eigenverbrauch: Selbst genutzter Strom spart Geld, Einspeisung bringt kaum Vergütung.

Wer diese Aspekte bei der Planung berücksichtigt, kann den Ertrag seiner Anlage deutlich steigern. Die Frage des Eigenverbrauchs wird oft unterschätzt, weil Solarstrom tagsüber entsteht, viele Haushalte aber morgens und abends den größten Bedarf haben.

Eigenverbrauch clever steigern

Der Schlüssel zur bestmöglichen Ersparnis liegt darin, Verbraucher gezielt dann laufen zu lassen, wenn die Sonne scheint. Waschmaschine, Geschirrspüler oder Ladegeräte lassen sich per Zeitschaltuhr auf die Mittagsstunden legen. Auch der Betrieb eines Kühlschranks oder eines Routers deckt die Grundlast ab und sorgt dafür, dass kaum Strom ungenutzt ins Netz fließt. Eine gute Einordnung dazu liefert die Verbraucherzentrale mit Hinweisen zu Steckersolar im Alltag, die realistische Zahlen und praktische Tipps zusammenträgt. So lässt sich der Anteil des selbst genutzten Stroms von etwa 30 Prozent auf über 60 Prozent erhöhen, was die jährliche Ersparnis merklich verbessert.

Anschaffung, Amortisation und langfristiger Nutzen

Die Kosten für ein komplettes Set liegen aktuell meist zwischen 400 und 900 Euro, abhängig von Modulleistung und Ausstattung. Bei einer jährlichen Ersparnis von rund 150 bis 200 Euro rechnet sich eine solche Anschaffung meist innerhalb von vier bis sieben Jahren. Nach der Amortisation liefern die Module noch viele Jahre nahezu kostenlosen Strom. Wenn man beim Vergleich verschiedener Anbieter genauer hinschaut, um die Zusammenstellung passender Komponenten für die eigene Anlage vorzunehmen, dann taucht neben den zahlreichen bereits etablierten Marken, die seit Jahren am Markt vertreten sind, immer wieder auch der Name Kleines Kraftwerk auf.

Neben der reinen Balkonlösung gewinnen auch größere Konzepte an Bedeutung. So zeigen etwa Ansätze zur Überdachung von Stellflächen, wie sich ungenutzte Flächen sinnvoll bespielen lassen. Ein Blick auf moderne Lösungen für Photovoltaik-Carports als grüne Energiequelle auf Parkplätzen verdeutlicht, dass Solarstrom längst über den klassischen Balkon hinausreicht. Für Mieter und Eigentümer bleibt das Stecker-Solargerät jedoch der unkomplizierteste Einstieg.

Rechtliche und technische Rahmenbedingungen beachten

Seit den jüngsten Vereinfachungen dürfen Stecker-Solargeräte mit bis zu 800 Watt Wechselrichterleistung betrieben werden, und die Anmeldung wurde spürbar erleichtert. Eine Registrierung im Marktstammdatenregister bleibt jedoch weiterhin erforderlich. Auch der Zählertausch auf ein modernes Gerät wird meist automatisch vom Netzbetreiber vorgenommen. Wer sich für neue Produktentwicklungen interessiert, findet auf Fachmessen spannende Einblicke: Die Präsentation der Photovoltaik-Neuheiten von Weidmüller auf der Intersolar Europe gab zuletzt einen guten Überblick über kommende Technik und Anschlusslösungen. Solche Entwicklungen zeigen, dass die Systeme laufend einfacher und sicherer in der Handhabung werden.

Technisch ist die Installation meist in wenigen Stunden erledigt. Man befestigt die Module an der Balkonbrüstung oder auf einem Ständer, schließt den Wechselrichter an und verbindet das System per Stecker mit dem Hausnetz. Fachleute raten trotzdem, die Elektroinstallation im Zweifel prüfen zu lassen.

Was ein Stecker-Solarset im Haushalt bewirkt

Letztlich zeigt sich, dass ein solches Gerät keine vollständige Autarkie schafft, jedoch die Stromkosten spürbar senkt. Die tatsächliche Ersparnis hängt stark davon ab, wie geschickt der erzeugte Strom in den Tagesablauf eingebunden wird. Wer Geräte in sonnenreiche Stunden verlegt und die Anlage gut ausrichtet, profitiert am meisten. Über die Nutzungsdauer sparen Sie mehrere Tausend Euro. Viele Haushalte sparen Geld mit dem kompakten System.

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