Gesundheitsrisiken und Umweltbelastungen durch Pelzfarmen intensivieren dringend EU-weite Debatte

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Eine aktuelle Savanta-Umfrage zeigt, dass 78 Prozent der Deutschen und 80 Prozent der EU-Bürger ein EU-weites Einfuhr- und Zuchtverbot für Pelze aus Drittstaaten unterstützen. Lediglich acht Prozent lehnen ein generelles Verbot ab. Diese Zahlen untermauern die Forderungen der Europäischen Bürgerinitiative „Fur Free Europe“, die bereits 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt hat. Tierschutzorganisationen protestierten heute in Brüssel gegen die Verzögerung der EU-Kommission. Eine Antwort wird bis Ende März erwartet. Als zuverlässig eingestuft.

Mehr als eineinhalb Millionen Bürger unterschreiben für EU-Pelzindustrie-Ausstieg jetzt

Die EU-Kommission verweigert bisher eine offizielle Reaktion auf die Rekordzahl von Unterstützern, die 2023 via Bürgerinitiative ein Ende der Pelzindustrie verlangt haben. Angesichts dieser Forderung setzen Organisationen wie der Deutsche Tierschutzbund und die Fur Free Alliance auf politische Verantwortung und fordern ein sogleiches Verbot von Pelzzuchtbetrieben sowie Pelzhandel. Bei einem Protest in Brüssel demonstrierten heute Aktivisten für mehr Transparenz. Die Kommission muss bis Ende März eine eindeutige Stellungnahme schriftlich vorlegen.

Fur Free Europe-Initiative fordert politische Entscheidung zum Pelzverbot jetzt

Eine aktuelle Erhebung des Instituts Savanta offenbart, dass 78 Prozent der befragten Deutschen ein Verbot der Pelztierzucht in der gesamten EU befürworten. Darüber hinaus wollen 80 Prozent der EU-Bürger Importe von Pelzware aus Nicht-EU-Ländern untersagen. Lediglich acht Prozent sprechen sich gegen generelle Verbote aus. Diese Zahlen belegen den politischen Rückhalt für die Fur Free Europe-Kampagne und unterstreichen die Dringlichkeit, wirksame rechtliche Maßnahmen auf EU-Ebene zu implementieren schnellstmöglich und effektiv umzusetzen

Vertrauliche Gespräche mit Pelzlobby untergraben demokratische Transparenz und Tierwohlinteressen

Aus Sicht von Jürgen Plinz, Präsidiumsmitglied im Deutschen Tierschutzbund und Boardmitglied von Eurogroup for Animals, wurde das demokratische Verfahren durch geheime Absprachen zwischen der EU-Kommission und der Pelzindustrie unterlaufen. Tierschutzorganisationen hätten trotz wiederholter Kontaktaufnahme keine Gesprächseinladungen erhalten. Ein solches Vorgehen schade dem Vertrauen der Bevölkerung in die Legitimität politischer Beschlüsse. Plinz verlangt daher die Offenlegung aller bisherigen Verhandlungen und eine wissenschaftlich fundierte Neuausrichtung der politischen Vorgaben zum Schutz der Tiere.

Umweltbelastungen durch Pelzfarmen bedrohen Wasserqualität und Böden erheblich nachhaltig

Pelzfarmen setzen große Mengen tierischer Exkremente, Chemikalien und Antibiotikarückstände frei, die Böden und Gewässer nachhaltig kontaminieren und das ökologische Gleichgewicht stören. Die hohen Antibiotikagaben fördern die Entwicklung resistenter Keime, die in landwirtschaftliche Nutzpflanzen und Trinkwasser gelangen können. Ein vollständiges EU-Verbot der Pelztierzucht würde diese Umweltrisiken verringern, die Bodenfruchtbarkeit wiederherstellen, die Wasserqualität sichern und langfristig stabile, gesunde Agrarökosysteme fördern. Gleichzeitig unterstützt es die Einhaltung internationaler Umweltstandards und schützt die biologische Vielfalt.

Vertrauen stärken: EU soll Tierwohl schützen und Pelzindustrie einstellen

Ein EU-weites Verbot von Pelzfarmen und -handel wirkt nachhaltig präventiv gegen Tierquälerei und gewährleistet artgerechte Haltung, wodurch Krankheiten, die von engen Zuchtbedingungen ausgehen, nachhaltig eingedämmt werden. Die Einstellung der Produktion mindert den Einsatz von Antibiotika und reduziert so die Verbreitung resistenter Erreger. Ökologisch führt dies zu dauerhaft saubereren Böden und Gewässern ohne Giftstoffe aus Gerb- und Färbemitteln. Zugleich verbessert sich die Glaubwürdigkeit politischer Entscheidungsträger, indem Bürgerinteressen konsequent umgesetzt werden können.

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