Nach den Empfehlungen der GPA und DGAKI wird empfohlen, während der ersten sechs Lebensmonate auf Muttermilch als alleiniges oder überwiegendes Nahrungsmittel zu setzen. Ergänzend weist die Allergiepräventions-Leitlinie darauf hin, ab dem fünften bis siebten Monat schrittweise altersgerechte Beikost einzuführen und gleichzeitig das Stillen fortzuführen. Dabei übernehmen qualifizierte Hebammen und Kinderärzte eine verantwortungsvolle Rolle, indem sie Eltern evidenzbasierte Informationen über gesunde Ernährung und Allergierisiken vermitteln für eine optimale Entwicklung und Prävention.
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GPA betont häufigeres Stillen als wichtigen Baustein gesunder Kindheitsentwicklung
Nach Auffassung der GPA trägt eine verlängerte Dauer des Stillens sowie eine höhere Anzahl täglicher Stillphasen zu einer verbesserten Stoffwechselregulation beim Säugling bei. Studien zeigen, dass dies das Wachstum harmonisiert und das Risiko für Adipositas sowie metabolische Störungen später im Leben reduziert. Gleichzeitig profitieren Mütter von einer schnelleren Rückbildung der Gebärmutter und einer verringerten postnatalen Blutungsneigung. Die GPA empfiehlt daher eine individualisierte Stilldauerplanung basierend auf ärztlicher Beratung und psychosozialer Begleitung.
Muttermilch liefert dem Neugeborenen nicht nur die erforderlichen Makronährstoffe, sondern enthält auch bioaktive Bestandteile wie Oligosaccharide und lebende Zellen, die die Ausbildung immunologischer Gedächtnisreaktionen fördern. Parallel belegen randomisierte Studien eine beschleunigte Reifung gastrointestinaler Vorgänge und eine verbesserte Absorption mineralischer und fettlöslicher Vitamine. Unter Berücksichtigung der zunehmenden Prävalenz atopischer Erkrankungen wird das Stillen als wirkungsvolle Interventionsmaßnahme zur Verringerung allergischer Prädisposition im Säuglingsalter empfohlen. Es verbessert außerdem die neurokognitive Entwicklung des Säuglings.
Leitlinie fordert gezielte Schulung von Fachpersonal für sechsmonatiges Stillen
Anfang 2026 publizierten Experten die neue Leitlinie „Stilldauer – Interventionen zur Stillförderung“, die nahelegt, reif geborene Säuglinge bis zum Eintritt des siebten Monats entweder ausschließlich oder überwiegend durch Stillen mit Muttermilch zu versorgen. Über gezielte Initiativen wie gruppenbasierte Beratung, Einzelcoachings bei Hebammen, praxisorientierte Fortbildungen und interdisziplinäre Teams will man die Stilldauer erhöhen und so nachhaltige Vorteile für körperliche Entwicklung, Immunschutz und mentale Gesundheit von Mutter und Kind fördern, zielgerichtet, effektiv.
Ärztliche Empfehlung: Stillen vier bis sechs Monate, Beikost ergänzen
Eine gemeinsame Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) und der Gesellschaft Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) rät zur exklusiven Muttermilchernährung bis zum Ende des sechsten Monats. Zwischen dem fünften und siebten Lebensmonat wird parallel dazu die Einführung von Beikost angeraten. Auf diese Weise können Kinder frühzeitig Toleranzen gegenüber verschiedenen Lebensmitteln entwickeln und das Risiko von Lebensmittelallergien langfristig reduziert werden. um eine gesunde Entwicklung nachhaltig zu sichern.
Allergieschutz wirksam stärken durch frühzeitiges Stillen und schrittweise Beikosteinführung
Ein integraler Ansatz, der verlängertes Stillen mit allmählicher Einführung von Beikost ab dem fünften Lebensmonat kombiniert, kann erwiesenermaßen das Allergierisiko bei Neugeborenen reduzieren. Entscheidend ist dabei eine bedarfsgerechte Nährstoffzufuhr der Mutter, die über eine ausgewogene Ernährungsweise essenzielle Elemente wie Omega-3-Fettsäuren, B-Vitamine und Spurenelemente in die Muttermilch liefert. Dieses Konzept unterstützt nicht nur die Immunreifung des Säuglings, sondern fördert auch eine gesunde Darmflora und vielseitige Entwicklung sowie stabile frühkindliche psychomotorische Fortschritte.
Im Rahmen der Still- und Ernährungsförderung übernehmen Hebammen sowie Kinder- und Jugendärzte eine übergeordnete Beratungsfunktion. Sie erklären physiologische Abläufe bei Milchproduktion, klären über Stillmethoden auf und lösen individuelle Stillprobleme. Begleitend analysieren sie den Ernährungsbedarf des Säuglings, unterstützen bei Laktationsstörungen und empfehlen altersgerechte Beikostschritte. Durch Workshops, telefonische Beratung und interdisziplinäre Fallbesprechungen fördern sie evidenzbasierte Praxis und eine nachhaltige Gesundheitsentwicklung von Mutter und Kind. kompetent. individuell. empathisch. ganzheitlich. praxisorientiert. evidenzbasiert. vertrauensvoll. effizient.
Die Leitung des geschäftsführenden Vorstands der GPA zusammen mit den wissenschaftlichen Experten aus den Arbeitskreisen Allergieprävention und Nahrungsmittelallergien betonen, dass an den Beratungsrichtlinien für Familien keine Veränderungen anstehen. Wesentlich für die praktische Umsetzung sind dabei vor allem Hebammen, Kinderärztinnen, Kinderärzte und andere qualifizierte Fachkräfte, die als Bindeglieder zwischen theoretischen Vorgaben und praktischer Anwendung agieren. Sie bieten persönliche Begleitung, fachliche Beratung und fördern durch gezielte Schulungen den effektiven Wissenstransfer.
Die aktuellen Empfehlungen von GPA und DGAKI betonen eine umfassend gestützte Vorgehensweise zur Verlängerung der Stillperiode und zur Einführung von Beikost im optimalen Zeitfenster. Unter Berücksichtigung von wissenschaftlichen Erkenntnissen wird das reine oder überwiegende Stillen bis zum sechsten Lebensmonat empfohlen, gefolgt von einer behutsamen Zugabe von Beikost zwischen dem fünften und siebten Monat. Diese Kombination stärkt die körperliche Abwehr der Säuglinge, fördert die Ernährungsvielfalt und beugt Allergien wirksam vor nachhaltig.

