Tomatensoße auf Vorrat einkochen

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Gerade im Sommer und Herbst wissen viele nicht, wie die Tomatenernte noch verarbeitet werden soll. Eine tolle Möglichkeit ist es, Tomatensoße herzustellen und diese auf Vorrat einzukochen – und das hat gleich mehrere Vorteile: Erstens werden die Tomaten aus dem heimischen Garten komplett verarbeitet und nichts geht kaputt. Zweitens weiß jeder, der selbst kocht, welche Zutaten in den Gerichten enthalten sind – Transparenz lautet also das Stichwort! Und drittens ist es super praktisch, bereits fertige Tomatensoße im Haus zu haben, denn so gelingt ein schnelles Essen im Handumdrehen.

Einkochen oder lediglich heiß in Gläser füllen?

Tomaten kann man auf so viele unterschiedlliche Art verarbeiten: Gleich mit Rosmarin, lecker für eine Tomatensoße:

Tomaten kann man auf so viele unterschiedlliche Art verarbeiten: Gleich mit Rosmarin, lecker für eine Tomatensoße. (#01)

Um die Tomatensoße richtig lange haltbar zu machen, empfiehlt es sich, die Soße einzukochen. Für das Einkochen können zweierlei Gläser benutzt werden: Zum einen ganz normale Schraubgläser und zum anderen Einweckgläser, die mittels eines Gummirings verschlossen werden. Die Gläser werden nach dem Befüllen in einem Einkochtopf oder im Backofen eingekocht – so hält die Tomatensoße etwa so lange, als wäre sie in einer Dose. Bei dieser Methode überwiegt die lange Zeit der Konservierung.

Es gibt ebenfalls die Option, die Tomatensoße heiß in Schraubgläser zu füllen und diese nach dem Verschließen auf den Kopf zu drehen. Somit kann die Luft entweichen und die Soße hält ebenfalls mehrere Monate bei einer Lagerung an einem dunklen Ort.

Zwar ist die Konservierungszeit beim sogenannten Einmachen nicht so lange wie beim Einkochen, dennoch geht diese Methode etwas fixer. Für welchen Weg Sie sich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen.

Die Vorbereitung der roten Früchte und der Gläser

Vor dem verarbeiten der Tomaten sollte man die Haut entfernen.

Vor dem verarbeiten der Tomaten sollte man die Haut entfernen. (#02)

Ob einkochen oder einmachen – in jedem Fall sollten die Gläser gut gereingt sein. Selbstverständlich können gebrauchte Gläser wiederverwendet werden, wichtig ist nur, dass die Deckel zum Glas passen und sauber sind. Dafür sollten die Gläser zunächst gespült werden. Dabei ist es überigens egal, ob sie von Hand oder mit der Maschine gespült werden.

In einem zweiten Schritt werden die Gläser dann ausgebrüht. Das hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen werden die Gläser bereits auf die kommende Hitze vorbereitet, sodass sie nicht platzen, wenn die heiße Tomatensoße eingefüllt wird. Zum anderen werden außerdem mögliche Keime, die sich noch im Glas befinden, beseitigt. Sind diese Vorbereitungen getroffen, kann es mit der Vorbereitung der roten Früchte losgehen.

Bevor Tomaten zu einer leckeren Soße verarbeitet werden können, empfiehlt es sich, die roten Früchte zu häuten. Auf diese Weise befinden sich später keine störenden Schalen in der Soße und diese wird zu einer homogenen Masse. Das Häuten der Tomaten geht ganz einfach: Die Schale der roten Früchte muss lediglich mit einem Messer eingeritzt und dann überbrüht werden. Es geht auch, die Tomaten in heißes Wasser zu legen. Nach etwa einer Minute können die roten Früchte aus dem Wasser genommen und abgeschreckt werden. Jetzt ist es spielend einfach, die Haut der Früchte mit einem spitzen Messer abzuziehen.

Grundrezept für Tomatensoße

Sind alle Vorbereitungen getroffen, geht es darum, die Tomatensoße herzustellen. Das traditionelle Rezept für die Soße mutet sehr italienisch an.

Folgende Zutaten werden für die klassische Tomatensoße benötigt:

Leckere Tomatensoße eingemacht: Ideal für den Winter , vielseitig für viele Gerichte zu verwenden.

Leckere Tomatensoße eingemacht: Ideal für den Winter , vielseitig für viele Gerichte zu verwenden. (#03)

  • 2 kg Tomaten
  • 3 Zwiebeln
  • Nach Gusto: 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Zucker, Pfeffer
  • 1 EL getrockneter Basilikum
  • 1 EL getrockneter Oregano
  • 5-6 Gläser mit 500 ml Fassungsvermögen

Zunächst müssen die vorbereiteten und gehäuteten Tomaten gewürfelt werden. Im zweiten Schritt werden die Zwiebeln und der Knoblauch vorbereitet: Zunächst schälen und dann würfeln bzw. den Knoblauch pressen. Wer keinen Knoblauch in der Soße haben möchte, lässt ihn einfach weg, intensiver schmeckt die leckere Soße jedoch mit dem Knoblauch.

Mit dem Olivenöl werden die Zwiebeln und der Knoblauch schließlich angedünstet. Langsam die Hitze der Kochplatte erhöhen und einen EL von den gewürfelten Tomaten hinzugeben. Nach und nach alle Tomatenwürfel in den Topf geben und die Masse für etwa 5 Minuten kochen lassen.

Danach können die italienischen Kräuter hinzugegeben werden: Basilikum und Oregano geben der Soße einen delikaten Geschmack. Anschließend die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken – Zucker ist die ideale Ergänzung, um das beste Aroma aus den Tomaten herauszuholen!

Dieses Grundrezept kann beliebig abgewandelt werden: Ob nun noch Chili für den richtigen Pfiff hinzugefügt wird oder ob Sie eine Scheibe Ingwer in die Tomatensoße geben und sie somit würziger machen, bleibt Ihnen überlassen. Generell empfiehlt es sich, ein wenig zu experimentieren und bei Bedarf auch die italienischen Kräuter zu ersetzen.

Tomatensoße einmachen

Wer die Soße einmachen möchte, der sollte die Tomatenmasse noch einmal gut erhitzen und zum Köcheln bringen. Achten Sie darauf, dass sich keine Blasen bilden, die platzen können! Spritzt die heiße Soße auf die Haut, können schlimme Verletzungen die Folge sein. Ist die Soße nun richtig heiß, kann das warme Wasser aus den Schraubgläsern entfernt werden.

Mittels eines bestimmten Einmachtrichters können die Gläser mit der heißen Soße befüllt werden. Es ist ratsam, nicht bis zum Rand zu füllen, sondern etwa 1 cm darunter zu bleiben. Gleich nach dem Einfüllen sollten die Gläser fest verschlossen werden und auf den Kopf gestellt werden. Bis die Gläser abgekühlt sind, sollten sie nun nicht mehr bewegt werden. Auf diese Weise wird die Soße luftdicht verschlossen und hält mehrere Monate.

Tomatensoße einkochen

Tomaten: Es gibt unglaublich viele verschiedene Sorten.

Tomaten: Es gibt unglaublich viele verschiedene Sorten.

Wenn die Tomatensoße eingekocht wird, wird sie jedoch deutlich länger konserviert. Für diese Methode wird die warme Tomatensoße ebenfalls in Gläser gefüllt. Ob Einmachgläser mit Gummiring oder Schraubgläser ist hierbei egal. Wichtig ist nur, dass die Einmachgläser mit einer zusätzlichen Klemme versehen werden, die beim Einkochvorgang den Glasdeckel auf den Gummiring presst.

Das Einkochen kann sowohl im Einkochtopf als auch im Backofen vonstatten gehen. Wer einen Einkochtopf hat, stellt die Gläser mit der Soße auf den Rost im Topf und füllt Wasser ein, bis die Gläser zu drei Vierteln im Wasser stehen. Bei 90 Grad kann die leckere Tomatensoße dann etwa 45 Minuten eingekocht werden.

Wer sich für die Variante im Backofen entscheidet, der füllt Wasser in einen Bräter und stellt die Gläser hinein. Die Gläser sollten hierbei zu etwa einem Drittel mit Wasser bedeckt sein. Bei 100 Grad Umluft kann die Tomatensoße etwa 1 Stunde eingekocht werden. Es empfiehlt sich, die Gläser im Wasser abkühlen zu lassen.

Nach dem Einkochen ist die Tomatensoße im Glas etwa neun Monate haltbar und ist eine tolle und gesunde Option, wenn es mal wieder schnell gehen muss beim Kochen.


Bildnachweis:© olllinka2-#01:_Heike Rau-#02:galzpaka-#03:Helma Spona-#04:Diana Taliun

Über den Autor

Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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