Backpapier Ersatz: 7 Alternativen zum Backpapier

Das Backpapier ist ein Einwegprodukt und belastet die Umwelt. Nachhaltige Lösungen sind daher immer gefragter. Tatsächlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, die als Backpapier Ersatz genutzt werden können. Einige davon haben nachhaltige Eigenschaften und sind für die Umwelt und die Brieftasche eine ideale Lösung.

Als Backpapier Ersatz auf das Einfetten zurückgreifen

Dieser Trick ist tatsächlich schon älter, denn bereits seit Generationen wird gerne statt Backpapier einfach Fett genutzt. In früheren Zeiten wurden die Bleche oder Formen mit Butter oder Pflanzenöl eingestrichen. Auf diese Weise haben sich die Lebensmittel auch nach dem Backen sehr gut lösen lassen. Das Fett wird ganz einfach mit dem Finger oder mit einem speziellen Pinsel verteilt.

Wichtig ist es, auch in die Ecken zu gehen. So wird verhindert, dass hier Reste kleben bleiben, die sich später schwer entfernen lassen.

Ein kleiner Trick ist es, das Fett zusätzlich zu bestreuen. Hier kann beispielsweise Grieß verwendet werden. Aber auch Mehl kommt immer wieder gerne zum Einsatz. Das Problem bei Mehl liegt vor allem darin, dass es an den Backwaren kleben bleibt und diese dann eine weiße Oberfläche haben. Dies ist nicht immer gewünscht. Bei Fett und Grieß als Backpapier Ersatz passiert das weniger.

Silikon als Backpapier Ersatz

Silikon ist gerade in der Küche heute immer häufiger zu finden. Ein sehr gutes Beispiel sind die Backformen aus Silikon. Diese bringen den Vorteil mit, dass sie durch ihre weiche Konsistenz dabei helfen, den Kuchen nach dem Backen gut zu lösen. Auch als Backpapier Ersatz kann Silikon verwendet werden. Es gibt spezielle Matten, die sich auf das Backblech legen lassen. Bis zu Temperaturen von 230°C ist dies möglich. Es ist nicht notwendig, das Silikon mit Fett oder Mehl zu versehen. Dadurch lässt es sich sehr gut reinigen.

Interessant ist ein Blick auf mögliche gesundheitliche Gefährdungen. So handelt es sich bei Silikon um Kunststoff. Beim Erwärmen von Kunststoff kann es passieren, dass gesundheitsschädigende Stoffe austreten. Ein guter Hersteller sorgt dafür, dass die flüchtigen Inhaltsstoffe, die auch als Temper bezeichnet werden, ausgegast werden.

Wirklich sichergehen können Nutzer hier aber nur dann, wenn sie sich für eine Silikonmatte entscheiden, die getestet wurde. Als nachhaltige Lösung ist Silikon nur bedingt geeignet. Zwar kann die Matte vielfach eingesetzt werden und ein Ersatz ist nur alle paar Jahre notwendig. Wird sie dann aber entsorgt, ist mit einer Wiederverwertung aktuell nicht zu rechnen.

Tipp: Wer selbst das Ausgasen durchführen möchte, um wirklich Sicherheit zu haben, der kann die Silikonmatte ohne Lebensmittel in den Backofen legen. Bei Temperaturen von 200°C sollte sie jetzt drei bis vier Stunden erhitzt werden. Sind noch Rückstände vorhanden, verdampfen diese nun normalerweise.

Dieser Backpapier Ersatz ist keine nachhaltige Lösung. Alufolie kann auch als Backfolie zum Einsatz kommen.

Dieser Backpapier Ersatz ist keine nachhaltige Lösung. Alufolie kann auch als Backfolie zum Einsatz kommen.(#01)

Alufolie als Backpapier Ersatz

Dieser Backpapier Ersatz ist keine nachhaltige Lösung. Alufolie kann auch als Backfolie zum Einsatz kommen. Wer schon einmal eine Ofenkartoffel zubereitet hat, der hatte Alufolie sicher schon im Ofen im Einsatz. Problematisch wird es allerdings dann, wenn sehr schwere Backwaren zubereitet werden sollen. Brot oder auch Kuchenteig können dafür sorgen, dass die Alufolie reißt. Der Teig geht dann direkt auf das Blech und der gewünschte Effekt tritt nicht ein. Auch wenn die Alufolie eine glatte Oberfläche hat, so muss sie dennoch eingefettet werden.

Pflanzenöl oder auch Butter eignen sich besonders gut. Die Folie sollte jedoch nur dünn bestrichen werden. Kommt zu viel Fett auf die Folie, bildet sich eine schwimmende Oberfläche. Das Fett tropft möglicherweise auf das Blech oder in den Backofen. Das Ergebnis sind Verkrustungen und ein unangenehmer Geruch.

Aber: Alufolie ist umweltschädlich. Für die Herstellung wird Bauxit benötigt. Das Erz wird aus dem Boden geholt. Dies passiert besonders in Indien, Australien sowie in China und in Brasilien. Leider ist das Erz dort zu finden, wo Regenwald steht. Das heißt, Regenwald muss gerodet werden.

Bei der Herstellung von Aluminium kommt es zudem zur Bildung von Rotschlamm, einem chemikalischen Gemisch, das die Umwelt belastet. Auch die gesundheitliche Wirkung ist umstritten. Der Einsatz von Aluminium im Alltag gilt als bedenklich für das Nervensystem sowie den Knochenstoffwechsel.

Video: Backpapier vs Grillmatte zum Grillen und Backen wiederverwendbar einfach abwaschen und sauber !

Glasfolie als Backpapier Ersatz

Es gibt Backfolie, die aus Glasfaser gefertigt wird. Diese ist frei von Silikon. Der gewünschte Effekt entsteht allerdings dadurch, dass die Folie mit Teflon beschichtet wird. Teflon wird auch für die Herstellung von beschichteten Pfannen genutzt. Dadurch haben die Dauerbackfolien den Vorteil, dass sie bei Temperaturen von bis zu 260°C eingesetzt werden können. Zudem sind sie häufig wiederverwendbar. Über 500 Backgänge lassen sich mit den Folien durchführen, bevor ein Austausch notwendig wird.

Das Problem liegt auch hier vor allem darin, dass es nicht möglich ist, Backfolien aus diesem Material zu recyceln. Daher ist es für die Umwelt nicht ganz unbedenklich. Sehr praktisch ist die Eigenschaft, dass die Folie zugeschnitten werden kann. Dadurch lässt sie sich an jede Blechgröße anpassen. Sie liegt dicht auf dem Blech an. Hochgerollte Seiten gehören damit der Vergangenheit an.

Auch die Reinigung ist einfach und schnell möglich. Ursprünglich entwickelt wurden Glasfolien für den Einsatz in Bäckereien. Heute werden sie auch in privaten Haushalten als Backpapier Ersatz verwendet.

Wichtig: Es gibt Studien zur Frage, ob es sich hierbei um ein unbedenkliches Material handelt. In diesen Studien hat sich gezeigt, dass eine Bildung von giftigen Dämpfen möglich ist. Das Bundesinstitut für Risikobewertung verweist daher darauf, dass die Folie nur bei bis zu 200°C eingesetzt werden sollten.

Mehr Informationen gibt es hier auf Nachfrage:

Bundesinstitut für Risikobewertung

Max-Dohm-Straße 8-10

10589 Berlin

Telefon: 030 184120

Mail: pressestelle@bfr.bund.de

Backpapier als Ersatz für Backpapier? Das ist tatsächlich möglich. Es gibt das sogenannte „unbeschichtete Backpapier“.

Backpapier als Ersatz für Backpapier? Das ist tatsächlich möglich. Es gibt das sogenannte „unbeschichtete Backpapier“.(#02)

Backpapier als Backpapier Ersatz

Backpapier als Ersatz für Backpapier? Das ist tatsächlich möglich. Es gibt das sogenannte „unbeschichtete Backpapier“. Dieses kann sogar für verschiedene Bereiche eingesetzt werden. So ist es möglich, damit nicht nur zu backen. Auch Brote oder Käse lassen sich darin frisch halten.

Weitere positive Eigenschaften sind:

  • Herstellung auf der Basis von Zellulose
  • keine Zusätze enthalten
  • atmungsaktiv

Dank dieser Eigenschaften wird das unbeschichtete Backpapier auch gerne als Ersatz für Alufolie angegeben. Interessant ist hierbei vor allem die Zellulosebasis. Dadurch kann sich das Backpapier sehr gut zersetzen und ist eine deutlich geringere Belastung für die Umwelt. Diese Variante verfügt über sogenannte Mikroporen. Diese sorgen dafür, dass Lebensmittel, die in dem Papier eingeschlagen werden, besonders lange frisch sind.

Handelt es sich hierbei um sehr fetthaltige Lebensmittel, ist das ebenfalls kein Problem. Das Papier hat fettdichte Eigenschaften. Das heißt, das Fett tritt nicht nach außen. Liegen die verpackten Brote also in der Tasche, sind keine Flecken am Stoff zu erwarten.

Wichtig: Als Backpapier Ersatz im Einsatz, muss diese Form dennoch gefettet werden. Das heißt, auf das Blech kommt erst das unbeschichtete Backpapier. Anschließend wird es mit Pflanzenöl bestrichen. Zudem sollte es nur bis zu Temperaturen von 220°C genutzt werden. Damit zeigt es sich jedoch durchaus als interessanter Backpapier Ersatz.

Schamottstein ist das Geheimnis von einem guten Pizzastein.

Schamottstein ist das Geheimnis von einem guten Pizzastein.(#03)

Pizzastein als Backpapier Ersatz

Schamottstein ist das Geheimnis von einem guten Pizzastein. Hierbei handelt es sich um ein natürliches Material aus Ton. Gerade höhere Temperaturen sind dabei kein Problem. Eingesetzt werden die Steine in erster Linie für die Zubereitung von Pizza oder von Brot. Aber auch Plätzchen und Kekse können normalerweise auf dem Stein gebacken werden. Die Steine werden nicht gereinigt. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Bei einer häufigen Nutzung wird sich nach und nach eine Patina bilden. Diese ist, wenn überhaupt, nur optisch störend.

Die Funktionsweise wird dabei nicht beeinträchtigt. Schamottstein ist in der Lage, die Wärme zu speichern. Diese wird dann nach und nach langsam an den Teig abgegeben. Das hat den praktischen Effekt, dass der Teig schön fest wird und nur eine geringe Zeit gebacken werden muss. Gerade bei der Zubereitung von Pizza wirkt sich dieser Effekt positiv auf den Geschmack aus. Auch Schwitzwasser ist nicht zu erwarten. Dieses kann jedoch entstehen, wenn ein Backblech mit Beschichtung zum Einsatz kommt. Schwitzwasser hält den Teig feucht. Dieser schmeckt dann weniger knusprig.

Video: Backen ohne Backblech? Backblech selbst gemacht [DIY / Tutorial] (4k – UHDTV – 2160p)

Backoblaten als Backpapier Ersatz

Die Backoblaten können dann als Backpapier Ersatz genutzt werden, wenn beispielsweise Gebäck oder Kekse zubereitet werden sollen. Sie sind geschmacksneutral und haben den Vorteil, dass sie nicht am Blech haften bleiben. Es gibt sie in verschiedenen Größen. Bei der Verwendung werden die Oblaten mit etwas Abstand auf das Blech gelegt. Nun kann der Teig auf die Oblaten gegeben werden.

Sehr oft zu finden sind sie beispielsweise bei Kokosmakronen. Tatsächlich sind sie aber noch deutlich vielseitiger. Damit nicht zu viel Teig daneben geht, kann mit einem Spritzbeutel gearbeitet werden. Ein netter Nebeneffekt ist, dass Backoblaten für knuspriges Gebäck sorgen. Gleichzeitig bleibt der Teig im Inneren eher zart.

Hinweis: Es gibt übrigens auch Backoblaten, die als Verzierung zum Einsatz kommen. Diese sind dann zwar kein Backpapier Ersatz, da sie auf das Gebäck gelegt werden. Es gibt sie jedoch in verschiedenen Dekoren, wie weihnachtlichen Designs. Zudem können Backoblaten gut bedruckt werden. Es gibt online verschiedene Anbieter, bei denen dies in Auftrag gegeben werden kann.

Neben einer Auswahl verschiedener Dekore ist es teilweise sogar möglich, Fotos oder Schriftzüge aufdrucken zu lassen. Damit können Backwaren ganz individuell verziert werden. Auch bei höheren Temperaturen behalten die Oblaten ihre Form und sind somit ein schöner Blickfang bei Keksen und auch bei Kuchen und Torten.

Silikon ist gerade in der Küche heute immer häufiger zu finden. Ein sehr gutes Beispiel sind die Backformen aus Silikon.Silikon ist gerade in der Küche heute immer häufiger zu finden. Ein sehr gutes Beispiel sind die Backformen aus Silikon.

Silikon ist gerade in der Küche heute immer häufiger zu finden. Ein sehr gutes Beispiel sind die Backformen aus Silikon.(#04)

Fazit zum Backpapier Ersatz: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten

Wer auf der Suche nach Backpapier Ersatz ist, der findet heute zahlreiche Alternativen. Von sehr gut beschichteten Blechen bis hin zu speziellen Backfolien ist die Auswahl groß. Auch die Handhabung dieser Ersatzprodukte ist einfach. Was vielen Nutzern nicht bewusst ist: Backpapier kann sogar mehrfach verwendet werden.

Wer keine der Alternativen nutzen möchte, der kann das Papier auch nach dem Backen prüfen. Normalerweise ist eine Verwendung von bis zu sechs Malen möglich. Dadurch wird die Umwelt deutlich mehr geschont, als wenn das Backpapier nach einmaliger Nutzung in den Mülleimer gegeben wird.


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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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