Fruchtfliegen loswerden: 8 Tipps, um Obstfliegen zu bekämpfen

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Wer kennt sie nicht? Fruchtfliegen sind zwei bis vier Millimeter groß und besonders im Sommer neben Ameisen ein häufiger Gast in der Küche und im Vorratsraum.

Fruchtfliegen loswerden: Wie beseitige ich Obstfliegen?

Die lästigen Insekten können den Menschen zwar nicht stechen, aufgrund ihrer raschen Vermehrung und ihrer relativ langen Lebensdauer von 40 bis 50 Tagen sind Obstfliegen im Haus dennoch nicht gerne gesehen.

Fruchtfliegen legen ihre Eier in Obst und fühlen sich besonders wohl, wenn Obst und Gemüse bereits am vergären sind und bestimmte Gase freisetzen, was insbesondere bei warmen Temperaturen der Fall ist. Mit diesen acht praktischen Tipps können Obstfliegen ganz einfach bekämpft werden.

Tipp 1: Vorsorge ist besser als Nachsorge

Wie bei fast allen Insektenproblemen ist auch bei der Bekämpfung der Obstfliege in Küche und Co. Vorsorge in jedem Fall besser als Nachsorge. Das heißt konkret, dass Lebensmittel vor allem in den warmen Monaten, in denen sich die kleinen Insekten ganz besonders wohlfühlen, nicht offen gelagert werden sollten. Obst und Gemüse können im Kühlschrank bestens verstaut werden, dort gelangen zum einen die Fruchtfliegen nicht an die Lebensmittel, zum anderen können die Früchte bei kalten Temperaturen länger aufbewahrt werden.

Auch die Anbringung von Fliegengittern ist eine sinnvolle Option, um das Eindringen von Fruchtfliegen ins Haus zu vermeiden. Können die Insekten nicht in die Wohnung gelangen, ist schon einmal ein wertvoller Beitrag zur Prävention getätigt. Helfen all diese Vorsorgemaßnahmen nicht, ist in der Regel ein starker Befall von Obstfliegen das Resultat.

Tipp 2: Akute Hilfe gegen Fruchtfliegen mit dem Staubsauger

Ist es jedoch soweit und eine wahre Fruchtfliegenplage hat den Obstkorb belagert, dann kann ein Staubsauger akute Abhilfe schaffen. Durch den Unterdruck des Haushaltsgeräts werden die Obstfliegen ins Innere des Staubsaugers gesogen. Diesen Vorgang überleben die Fliegen in der Regel nicht, wodurch bereits ein Teil der Insekten eliminiert wird. Diese Methode eignet sich jedoch wirklich nur, um die Küche bzw. den Vorratsraum kurzfristig von Fruchtfliegen zu befreien.

Fruchtfliegen bekommt man garnicht, wenn man möglichst alles in den Kühlschrnak packt.

Fruchtfliegen loswerden: Vorsorge ist besser als bekämpfen. Fruchtfliegen bekommt man gar nicht, wenn man möglichst alles in den Kühlschrnak packt. (#01)

Tipp 3: Ein Fliegenstreifen aus dem Baumarkt

Ein wohlbekannter Trick ist die Anschaffung eines handelsüblichen Fliegenstreifens aus dem Baumark. Dieser wird in der Regel an der Decke befestigt (am besten in der Nähe des Obstkorbes). Durch die klebrige Oberfläche des Streifens bleiben sowohl große Hausfliegen als auch kleine Obstfliegen am Fliegenstreifen hängen. Da Fruchtfliegen jedoch vornehmlich durch gärendes Obst bzw. Fruchtzucker gelockt werden, ist es durchaus eine Überlegung wert, selbst eine Fruchtfliegenfalle zu bauen.

Tipp 4: Selbst eine Falle für Fruchtfliegen bauen

Eine selbst gebaute Fruchtfliegenfalle lockt die Insekten an und hindert sie schließlich am Weiterfliegen. Alles, was für eine selbst gebaute Fliegenfalle benötigt wird, ist normalerweise in einem Haushalt ohnehin vorhanden: Eine Mischung aus Fruchtsaft (die Sorte ist egal, wichtig ist, dass der Saft Fruchtzucker enthält) und Essig mit Wasser dient als Lockmittel, um die kleinen Fliegen zu ködern.

Am meisten hat sich eine 2:1 Mischung bewährt, wobei zwei Teile aus der Essig-Fruchtsaft-Mischung bestehen sollten. Ein Teil Wasser verdünnt das Ganze dann schließlich. Damit die Fruchtfliegen am Weiterfliegen gehindert werden, sollten der Mischung noch einige Tropfen Spülmittel beigegeben werden. Das Spülmittel senkt die Oberflächenspannung des Wassers, sodass die Fruchtfliegen nicht auf dem Wasser bleiben, sondern beim Absetzen in die Flüssigkeit hineinfallen und schließlich ertrinken.

Für die selbst gebaute Fruchtfliegenfalle eignen sich Schalen mit großen Oberflächen besonders gut, denn so können gleichzeitig viele Fruchtfliegen angelockt werden.
Wer Gebissreiniger zu Hause hat, kann damit ebenfalls Fruchtfliegen effektiv beseitigen. Der Gebissreiniger hat, ähnlich wie die Saft-Essig-Spülmittelmischung, zunächst einen lockenden Effekt, gleichzeitig verringern die Inhaltsstoffe aber auch die Oberflächenspannung des Wassers. Auch dort können sich die Obstfliegen nicht halten und ertrinken schließlich. Beide Methoden haben sich als äußerst effektiv erwiesen und sind vergleichsweise gering hinsichtlich ihres Kostenaufwands.

Gelbtafeln: Auch eine gute Möglichkeit um diese Plagegeister loszuwerden

Gelbtafeln: Auch eine gute Möglichkeit um Fruchtfliegen loszuwerden (#02)

Tipp 5: Obstfliegen mit handelsüblichen Fallen eliminieren

Selbstverständlich gibt es auch handelsübliche Fallen, welche helfen, die lästigen Obstfliegen effektiv zu beseitigen. Diese Fallen bestehen ebenfalls aus zwei Komponenten: Während der Lockstoff der Falle die Fruchtfliegen herbeifliegen lässt, hindert eine Substanz im Inneren der Fruchtfliegenfalle die Insekten daran, weiter zu fliegen. Das Prinzip ist das Gleiche wie bei der selbst gebauten Falle – je nach Gusto kann zwischen einer gekauften oder einer eigens hergestellten Fruchtfliegenfalle unterschieden werden.

Tipp 6: Keine Möglichkeit für Brutplätze schaffen

War das Fangen der Fruchtfliegen – egal mit welchen Mitteln – erfolgreich, gilt es, zu vermeiden, dass die lästigen Insekten sich wieder den eigenen Obstkorb aussuchen, um sich dort zu vermehren. Da Obstfliegen pro Jahr meist mehrere Generationen Larven bzw. Eier legen, sollte darauf geachtet werden, Brutplätze wenn möglich aus der eigenen Wohnung zu entfernen.

Mittels kleiner Tricks kann das Risiko gesenkt werden, dass Obstfliegen erneut den Weg in Ihre Küche bzw. Ihren Vorratsraum finden. Dafür sollen also mögliche Brutplätze aus dem Haus eliminiert werden. Das heißt konkret, dass altes Obst oder der Biomüll vor allem im Sommer nicht überdurchschnittlich lange im Haus gelagert werden sollte. Fruchtfliegen werden von vergärendem Obst und Gemüse angelockt bzw. können sich dort wunderbar vermehren. Sind potenzielle Brutplätze also nicht vorhanden, dann können sich die Insekten auch schlechter fortpflanzen.

Tipp 7: Regelmäßig Lüften: Frischer Wind für Fruchtfliegen

Ein damit zusammenhängender Tipp lautet: Regelmäßig lüften und das insbesondere im Sommer! Kommt frischer Wind in die Wohnung, werden die Gase, die beim Gären von Obst entstehen, beseitigt bzw. verdünnt. Auf diese Weise werden Fruchtfliegen weniger intensiv angelockt und das Risiko eines erneuten Obstfliegenbefalls kann minimiert werden. Wissenswert ist außerdem, dass Fruchtfliegen sich besonders gerne bei Temperaturen über zehn Grad und unter 31 Grad vermehren – auch Kälte bzw. große Wärme kann die Insekten effektiv beseitigen.

Diese hübsch anzusehenden Planzen sind ganz heiß auf Fruchfliegen

Diese hübsch anzusehenden Pflanzen sind ganz heiß auf Fruchfliegen. Eine natürliche Art um Fruchtfliegen loszuwerden. (#03)

Tipp 8: Hilfe auf dem natürlichen Weg: Eine fleischfressende Pflanze

Speziell für alle Haushalte mit Kindern ist eine fleischfressende Pflanze eine tolle Möglichkeit, um den Obstfliegen an den Kragen zu gehen. Die Venusfliegenfalle beispielsweise ist ein besonderer Blickfang, der zuklappt, sobald sich eine Obstfliege an die Oberfläche der Pflanze verirrt hat. Das sorgt einerseits dafür, dass die Zahl der Fruchtfliegen verringert wird (jedoch nur in einem überschaubaren Maße). Andererseits erfreut das ‚Fressen‘ der Pflanze Groß und Klein und sorgt für anschaulichen Biologieunterricht in den heimischen vier Wänden.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild:karyakinvitaliy-#01: JenkoAtaman-#02: VRD-#03: Romana Schaile

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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