Stechmücken: So bekämpft man Mücken!

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Stechmücken sind kleine Plagegeister, die vor allem im Sommer die Menschen in und vor dem Haus auf die Palme bringen. Grund dafür: Die weiblichen Stechmücken brauchen wichtige Inhaltsstoffe vom Blut ihres Wirts, um Eier legen zu können. Unschöne Stiche und dicke Quaddeln sind oft die Folge von einem Mückenstich. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten einige Hinweise und Tipps befolgt werden, um Mücken effektiv zu bekämpfen.

Die weiblichen Stechmücken legen ihre Eier entweder einzeln oder als ganzes Konglomerat an der Wasseroberfläche ab. Aus diesem Grund sind Überschwemmungsgebiete, Seen oder auch der Gartenteich oder die Regentonne besonders prädestiniert dafür, zu einem Mückenparadies zu werden. Im Speziellen lieben Stechmücken für die Eiablage stehende Gewässer, in denen sich die geschlüpften Larven sichtlich wohlfühlen: Die Larven der Stechmücken ernähren sich von Mikroorganismen, die sich im Wasser befinden – sind nicht genügen Nährstoffe vorhanden, neigen Stechmückenlarven dazu, sich gegenseitig aufzufressen.

Stechmücken leben am liebsten am stehenden Gewässer. Da kann man schlecht fliehen vor den Stechmücken

Stechmücken leben am liebsten am stehenden Gewässer. Da kann man schlecht fliehen vor den Stechmücken (#01)

Da sich die lästigen Insekten in stehenden Gewässern weiterverbreiten können, sollte darauf geachtet werden, ihnen potenzielle Bruststätten zu entziehen. Selbstverständlich können weder der Gartenteich noch das benachbarte Überschwemmungsgebiet eliminiert werden. Aber auch schon kleine Mittel haben eine große Wirkung: Eine Abdeckung für die Regentonne beispielsweise verhindert, dass die Stechmücken ihre Eier ablegen können bzw. die Larven das Wasser verlassen können.

Auch das Wasser in der Gießkanne oder im Planschbecken des Nachwuchses sind erstklassige Brutstätten, in denen sich die Stechmücken ganz bequem fortpflanzen und verbreiten können. Wasserreste sollten aus diesem Grund entweder ausgeleert oder abgedeckt werden. Wer beispielsweise die Regentonne nicht ausleeren möchte, der kann die abgelegten Larven auch mit einem Netz oder einem Kescher entfernen. Der Monat Juli ist in der Regel der Beginn der Eiablage bei Stechmücken – ab dann gilt es, regelmäßig die Larven abzufischen bzw. Wasserreste abzudecken.

Koi-Karpfen im Gartenteich eine hübsche und gleichzeit wertvolle Hilfe im Kampf gegen die Stechmücken

Koi-Karpfen im Gartenteich eine hübsche und gleichzeit wertvolle Hilfe im Kampf gegen die Stechmücken (#02)

Da geht es den Larven an den Kragen: Biologische Wundermittel

Als sehr effektiv hat sich der Einsatz des Bacillus thuringensis israelensis (Bti) bewährt. Dies ist ein stabförmiges Bakterium, welches kristalline Proteine herstellt, die sogenannten Bt-Toxine. Diese Stoffe sind für Insekten giftig, was insbesondere für die Bekämpfung von Stechmücken genutzt werden kann. Die Bakterien gibt es im Baumarkt entweder als Tabletten oder als flüssiges Mittel, welches ins Gießwasser, beispielsweise die Regentonne gegeben werden kann. Da es sich bei den Bti-Bakterien um in der Natur vorkommende Bakterien handelt, haben diese keinen Einfluss auf die Güte des Gießwassers. Bti ist lediglich für Insekten toxisch, das heißt, dass weder Mensch noch Umwelt oder andere Tiere negative Konsequenzen zu spüren bekommen. Aus diesem Grund wird der Bacillus thuringensis israelensis auch in Naturschutzgebieten großflächig für die Bekämpfung von Mücken angewandt.

Natürliche Feinde der Larven anschaffen bzw. anlocken

Wer einen Gartenteich hat, sollte darüber nachdenken, auch Fische anzuschaffen. Fische lieben die Larven von Stechmücken und fressen diese ganz einfach auf. Insbesondere Goldfische oder Kois sind natürliche Feinde der Stechmückenlarven und tragen nachhaltig dazu bei, dass die Anzahl der Larven eingedämmt wird.

Auch Vögel gelten als natürliche Feinde der Stechmücken. Diese können selbstverständlich nicht angeschafft, jedoch angelockt werden. Wie wäre es beispielsweise mit einem niedlichen Nistkasten für Singvögel in der Nähe des Gartenteiches? Dort können sich die Piepmatze niederlassen und ihren Nachwuchs mit frischen Larven aus dem angrenzenden Teich versorgen. Das hat nicht nur positive Effekte auf die Anzahl der Larven, sondern bietet außerdem ein natürliches Kino der Extraklasse.

Ob dieses kleines Pfl#nzchen wohl eine Lillibet ist?

Ob dieses kleines Pflänzchen wohl eine Lillibet ist? (#03)

Stechmücken abschrecken mithilfe von spezifischen Pflanzen

Sind die Larven minimiert, gilt es, die ausgewachsenen Insekten zu bekämpfen. Besonders bewährt haben sich natürliche Abschreckungsmittel wie Pflanzen. Duftstoffe, die in spezifischen Gewächsen enthalten sind, verjagen die Stechmücken und beugen so gemeinen Stichen vor. 2013 war Lillibet die Pflanze des Jahres – und das nicht ohne Grund!

Was die menschliche Nase als angenehm duftend wahrnimmt, vertreibt Mücken: Dank des Zitrusduftes wehrt diese Pflanze Stechmücken und sogar Wespen intensiv ab. Lillibet ist eine wunderschöne, lila bzw. rosa blühende Pflanze, die sich nicht nur zur Mückenabwehr eignet, sondern auch den Balkon oder die Terrasse in neuem Glanz erstrahlen lässt.

Wer es lieber zweckmäßig mag, der greift am besten zu einer Tomatenpflanze im Kübel. Auch der Duft von Tomatenpflanzen wehrt die Stechmücken ab. Gleichermaßen verhält es sich mit einem Walnussbaum, dessen ätherische Öle ebenfalls von Mücken als unangenehm wahrgenommen werden. Auch Katzenminze hat eine ähnlich abschreckende Wirkung auf Mücken.

Mehr als die Beseitigung der Larven, die Anschaffung von natürlichen Feinden und das Abschrecken von Stechmücken mittels spezieller Pflanzen kann in den meisten Fällen im Freien nicht getan werden. Lediglich Duftkerzen oder Mückenspiralen, welche angezündet werden können und für Mücken unangenehmen Rauch verbreiten, sind weitere Methoden, um die Plagegeister fernzuhalten.

Duftkerzen sind gerade bei einem lauen Sommerabend auf der Terrasse ein erstklassiger Blickfang mit mückenabschreckender Wirkung. Hier kommt es jedoch auf die einzelnen Kerzen an – nicht alle handelsüblichen Insektenkerzen wirken gleich gut.

Wer sich längere Zeit in Freien aufhält, sollte nicht auf Mückenschutzmittel verzichten. Diese enthalten oftmals Duftstoffe, die die Stechmücken nicht mögen. Ferner überdecken handelsübliche Mückenschutzmittel den Schweißgeruch der menschlichen Haut, welcher vor allem die weiblichen Stechmücken anzieht. Es empfiehlt sich jedoch, das Insektenschutzmittel vor dem Schlafengehen wieder abzuwaschen.

Wenn jetzt auch ncih die Türen mit Fliegengitter geschütz hin, dann haben die Stechmücken keine Chance mehr

Wenn jetzt auch ncih die Türen mit Fliegengitter geschütz hin, dann haben die Stechmücken keine Chance mehr (#04)

So kommen die lästigen Insekten nicht ins Haus

Es ist außerdem ratsam, bereits vorbeugende Maßnahmen zu treffen, damit die lästigen Stechmücken gar nicht erst in den Wohnraum gelangen können. Bestens bewährt haben sich Fliegenschutzgitter. Diese können entweder mittels eines Klebestreifens außerhalb vom Fenster angebracht werden. Eine andere Option ist es, spezielle Fliegengitter für die Fenster anpassen zu lassen oder in den Rahmen integrierte Fliegengitter zu erwerben. Ein Fliegenvorhang bzw. eine leicht zu montierende Fliegentür schafft auch an der Tür eine wirksame Schleuse, um Stechmücken draußen zu halten.

Ferner empfiehlt es sich, vor allem am Abend bei geöffnetem Fenster das Licht ausgeschaltet zu lassen. Stechmücken fliegen sprichwörtlich auf Licht und werden durch brennende Lampen ins Haus gelockt. Sind die lästigen Mücken einmal ins Haus gelangt, ist es am besten, ihnen mittels einer Fliegenklatsche den Gar auszumachen.

Zwar gibt es auch handelsübliche Insektizidverdampfer – diese werden aber von sensiblen Menschen oftmals nicht vertragen und unschöne Kopfschmerzen sind die Folge. Auch Insektenschutzlampen sind eine Möglichkeit, um Stechmücken im Haus anzulocken und zu bekämpfen. Hier kommt es jedoch auf hochwertige Geräte an, bei denen die Brandschutzgefahr ausgeschlossen ist.


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Über den Autor

Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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