Kabelsalat vermeiden: Sicherheit und Ordnung in der Wohnung

Tipps zur Vermeidung des Kabelsalats in der Wohnung.Kabelsalat scheint unvermeidbar, denn die Zahl der elektrischen Geräte nimmt ständig zu. Mit den folgenden Tipps schafft man dennoch Ordnung im Kabelwirrwarr.

Kabelsalat: Ordnung und System ins Chaos bringen

In fast jedem Haushalt gibt es Stellen, an denen Kabelsalat auftritt. Kaum zu entwirrende Knotenbildungen und unübersichtliche Kabelknäuel entstehen überall dort, wo mehrere Geräte angeschlossen sind. Hot-Spots in Sachen Kabelsalat sind die Bereiche hinter dem Fernseher und unter dem Schreibtisch. Genau an diesen Stellen ballt sich auch noch der Staub zusammen und schon der Gedanke daran, diese Ecken zu säubern, treibt uns den Schweiß auf die Stirn.

Kabelsalat ist auch immer dann extrem nervig, wenn in dieses System eingegriffen werden muss, weil ein neues Gerät mit dem Stromnetz verbunden werden soll oder Kabel umgesteckt werden müssen. Nicht zu vernachlässigen ist außerdem das optische Problem, denn der Kabelsalat verleiht einem ansonsten aufgeräumten Zimmer einen unordentlichen Touch. Darüber hinaus sollte Kabelsalat vermieden werden, weil dadurch gefährliche Stolperfallen entstehen können.

Auf die elektrischen Helfer zu verzichten, ist keine Option und deshalb sind praktische Tipps gefragt, mit deren Hilfe es gar nicht so schwer ist, Ordnung ins Chaos zu bringen. Generell zielen die Tipps darauf ab, die Kabel geordnet nebeneinander zu verlegen oder sie aneinander zu fixieren, damit sie sich nicht verheddern und verknoten können:

  • Nutzung der passenden Kabellänge
  • Der Klassiker: Kabelbriden
  • Verwendung von Kabelbindern
  • Kabelschläuche nutzen
  • Praktisch: Kabelhalter für Laptops und Kabelboxen
  • Fußleisten mit integriertem Kabelkanal
  • Professionell: Kabelbrücken oder Hohlflachschienen
  • Alternative zum Verstecken: Kabel als Wanddeko
 Je länger das Kabel ist, umso größter ist auch die Gefahr von Verwicklungen und Knotenbildung. (#01)

Je länger das Kabel ist, umso größter ist auch die Gefahr von Verwicklungen und Knotenbildung. (#01)

Tipp Nr. 1: Nutzung der passenden Kabellänge

Einen Teil des Kabelsalats könnte man von vornherein vermeiden, wenn man nur die Kabellängen benutzt, die auch wirklich benötigt werden. Je länger das Kabel ist, umso größter ist auch die Gefahr von Verwicklungen und Knotenbildung. Bei HDMI-Kabeln führt eine steigende Kabellänge sogar teilweise zu einem Abnehmen der Übertragungsqualität. Beim Neukauf eines HDMI-Kabels sollte man somit auf die nötige Länge und auch die Kundenbewertungen im Hinblick auf die Übertragungsqualität achten.

Kabelbriden sind eine der ältesten, preiswertesten und auch bewährtesten Möglichkeiten, um Kabelsalat zu vermeiden. (#02)

Kabelbriden sind eine der ältesten, preiswertesten und auch bewährtesten Möglichkeiten, um Kabelsalat zu vermeiden. (#02)

Tipp Nr. 2: Der Klassiker – Kabelbriden

Kabelbriden sind eine der ältesten, preiswertesten und auch bewährtesten Möglichkeiten, um Kabelsalat zu vermeiden. Kabelbriden sindkleine Plastikfassungen für die Kabel, in denen jeweils ein Nagel integriert ist. In einem Abstand von 15 bis 20 Zentimetern wird damit das Kabel an der Wand befestigt. Nachteile dieser Lösung sind die mangelnde Haltbarkeit in Gipswänden sowie der ästhetische Eindruck. Wenn jedoch ein Kabel über eine weite Strecke im Raum geführt werden muss, bieten Kabelbriden eine praktische und kostengünstige Möglichkeit, um zu vermeiden, dass aus diesem Kabel eine gefährliche Stolperfalle wird. Wird das Kabel auf diese Weise an der Fußleiste entlanggeführt, kann auch optisch ein befriedigendes Ergebnis erzielt werden.

Tipp Nr. 3: Verwendung von Kabelbindern

Kabelbinder sind ebenfalls eine sehr preiswerte Möglichkeit, Ordnung ins Chaos zu bringen und somit eine effektive Hilfe bei kleinem Budget. (#03)

Kabelbinder sind ebenfalls eine sehr preiswerte Möglichkeit, Ordnung ins Chaos zu bringen und somit eine effektive Hilfe bei kleinem Budget. (#03)

Kabelbinder sind ebenfalls eine sehr preiswerte Möglichkeit, Ordnung ins Chaos zu bringen und somit eine effektive Hilfe bei kleinem Budget. Bei den Kabelbindern handelt es sich um Plastikschlaufen, mit denen mehrere Kabel ordentlich zu einem Strang verbunden werden. Es ist empfehlenswert, diesen Kabelstrang alle 50 Zentimeter mit einem Kabelbinder zu fixieren. Auf diese Weise wird die Knotenbildung und das Verwickeln verhindert und auch optisch ein ordentlicher Eindruck erzielt.

Je mehr Kabel mit den Kabelbindern zusammengefasst werden, umso wichtiger ist es, am Ende des Kabelstrangs durch kleine Schilder oder farbige Klebebänder zu

können mehrere Kabel verschwinden, wodurch die Anmutung noch ordentlicher wird als bei der Lösung mit Kabelbindern. Die Kabelschläuche kann man in jedem Baumarkt kaufen. Meist verfügen sie über eine Längsöffnung und werden um den Kabelstrang herum geklippt. Aufwendigere Systeme sind mit Einzugshilfen ausgestattet, die das Einfädeln erleichtern. Kabelschläuche gibt es für alle Anwendungsbereiche in unterschiedlichen Längen, Breiten und Farben.

Tipp Nr.5: Praktisch: Kabelhalter für Laptops und Kabelboxen

Besonders am Schreibtisch ist es wichtig, dem Kabelsalat den Kampf anzusagen. Hier werden auf engem Raum Kabel für den Monitor, die Maus, den PC, das Netzwerk, die Tastatur, die Schreibtischlampe und den Drucker benötigt. Wird anstelle eines stationären PCs ein Laptop genutzt, ist es möglich, die Kabel für den Monitor, die Maus und das Netzwerk in einem Kabelhalter, der als Dock fungiert, zu fixieren. Diese Docks werden wahlweise am oder dezent unter dem Schreibtisch befestigt. Für den Anschluss des Laptops werden mit einem Griff alle im Dock gebündelten Kabel eingesteckt. Es gibt Kabelhalter in edlem Design, die auch optisch ein Hingucker sind.

In Kabelboxen verschwinden nicht nur Kabel, sondern auch Netzteile und Mehrfachsteckdosen. Kabelboxen sind eine ideale Lösung, wenn Haustiere oder Kinder geschützt werden sollen.

Tipp Nr. 6: Fußleisten mit integriertem Kabelkanal

Ein Kabelkanal kann sowohl an der Wand als auch am Fussboden angebracht werden. (#04)

Ein Kabelkanal kann sowohl an der Wand als auch am Fussboden angebracht werden. (#04)

Fußleisten, in denen ein Kabelkanal integriert wurde, sind besonders in Altbauten eine sehr praktische Lösung. In älteren Häusern fehlt es häufig an einer ausreichenden Anzahl an Steckdosen, denn als diese Häuser gebaut wurden, mussten weder Home-Offices noch Home-Entertainment-Systeme mit Strom versorgt werden.

Diesen Engpass kann man zwar mit Mehrfachsteckdosen beseitigen, allerdings führt das wiederum unweigerlich zum Kabelsalat.

Lange Kabel, die über eine ganze Wandlänge geführt werden müssen, verschwinden unsichtbar in Fußleisten mit integriertem Kabelkanal. Diese Lösung ist optisch sehr ansprechend und gleichzeitig funktional. Sollen einzelne schmale Kabel unauffällig verschwinden, reicht es manchmal sogar aus, sie unter die normalen Fußleisten zu platzieren.

Tipp Nr. 7: Professionell: Kabelbrücken oder Hohlflachschienen

Diesen Engpass kann man zwar mit Mehrfachsteckdosen beseitigen, allerdings führt das wiederum unweigerlich zum Kabelsalat. (#05)

Diesen Engpass kann man zwar mit Mehrfachsteckdosen beseitigen, allerdings führt das wiederum unweigerlich zum Kabelsalat. (#05)

Sollen die Kabel quer durch den Raum geführt werden oder müssen sie sogar eine Tür passieren, sind professionelle Lösungen gefragt. In

solchen Fällen kommen Kabelbrücken und Hohlflachschienen zum Einsatz. Diese werden bei den Türen auch gleichzeitig als Türschwelle genutzt und vermeiden, dass das Kabel mühsam und optisch unansehnlich um den Türrahmen geführt werden muss.

Tipp Nr. 8: Alternative zum Verstecken: Kabel als Wanddeko

Wenn man handwerklich geschickt ist und außerdem über eine künstlerische Ader verfügt, kann man sich im Fachhandel Kabelclips besorgen, mit denen kreative Wanddekorationen aus den Kabeln kreiert werden.

Wer dazu Anregungen benötigt, kann sich von der englischen Künstlerin Maisie Maud Broadhead inspirieren lassen, die für ihre Kabelkunst, den „Cable Drawings“, bekannt ist.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: iofoto -#01: Barnaby Chambers -#02: Srdjan Randjelovic-#03: Flegere  -#04: Haoka-#05: Africa Studio

Share.

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

Leave A Reply